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Wasserstoff als Baustein der Energiewende

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06.05.2022

Der Innovationsbeauftragte für Grünen Wasserstoff im Bundesforschungsministerium, Dr. Stefan Kaufmann, besucht Pumpenhersteller Wilo

Wasserstoff

Oliver Hermes, Vorstandsvorsitzender und CEO der Wilo Gruppe, der Wasserstoffbeauftragte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Stefan Kaufmann, und Georg Weber, Mitglied des Vorstands und CTO der Wilo Gruppe (von rechts nach links).

Der Wasserstoffbeauftragte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), Dr. Stefan Kaufmann, hat sich mit dem multinationalen Technologiekonzern Wilo über dessen Wasserstoffstrategie ausgetauscht.

Der Vorstandsvorsitzende und CEO der Wilo Gruppe, Oliver Hermes, betonte während des Treffens zum einen die hohe Bedeutung von Wasserstoff für die Wettbewerbsfähigkeit und Energieunabhängigkeit der deutschen Wirtschaft. Zum anderen stellte er aber auch die Pläne des Unternehmens für eine eigene Wasserstoffanlage in Dortmund vor. Noch in diesem Jahr soll die so genannte H2-Powerplant als Pilotanlage auf dem Wilopark in Betrieb genommen werden.

„Wasserstoff ersetzt fossile Energieträger und ermöglicht Wilo eine unabhängige und sichere Energieversorgung“, so Oliver Hermes. „Dies wird im Angesicht der derzeitigen geopolitischen Spannungen für Unternehmen unabdingbar und Wilo geht hier bewusst einen Schritt voraus“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Dank der installierten Photovoltaikanlage kann die Unternehmensgruppe direkt vor Ort klimaneutralen Wasserstoff erzeugen und beispielsweise für den elektrischen Fuhrpark nutzen. „Damit schließen wir unseren lokalen Energiekreislauf, verbessern die Klimabilanz weiter – und folgen weiter konsequent unserer Nachhaltigkeitsstrategie“, erklärt Oliver Hermes.

Dr. Stefan Kaufmann, seit Juni 2020 Innovationsbeauftragter „Grüner Wasserstoff“, unterstreicht die Bedeutung von Zukunftstechnologien für den Wirtschaftsstandort Deutschland: „Aus Erneuerbaren Energien erzeugter Grüner Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft. Die neue geopolitische Lage verdeutlicht, dass wir unsere Energie-Importe in Zukunft neu aufstellen müssen. Grüner Wasserstoff ist dafür ein Schlüsselelement. Er verbindet das Erreichen unserer Klimaziele und einen Energie-Import mit weniger Abhängigkeiten. Zugleich verbinden sich mit einer grünen Wasserstoffwirtschaft vielfältige Chancen. Deutschland kann zum weltweiten Leitanbieter grüner Wasserstofftechnologien werden.“

Viele der für eine Wasserstoffwirtschaft notwendigen Technologien – von der emissionsfreien Energiegewinnung über die Förderung und den Transport von Wasser – sind bereits jetzt Kerngeschäft von Wilo. „Ich sehe darüber hinaus enorme Marktchancen, denn Pumpen spielen in der gesamten Wertschöpfungskette des Wasserstoffs eine entscheidende Rolle“, sagte Georg Weber, CTO und Mitglied des Vorstands der Wilo Gruppe. Die H2-Powerplant sei ein wichtiger Schritt, um frühzeitig Praxiserfahrung als Erzeuger, Nutzer und später Anbieter der Wasserstofftechnologie zu sammeln.

Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Versorgungssicherheit sieht Oliver Hermes großes Potenzial für die modular aufgebaute Wasserstoffanlage. Die H2 Powerplant wandelt Energie aus Sonne, Wind und Wasser mittels Elektrolyse in grünen Wasserstoff um. Bei Bedarf kann der Wasserstoff über eine Brennstoffzelle wieder in Strom und Wärme umgewandelt werden. Die Abwärme kann im Verbundsystem genutzt oder vor Ort in Kälte umgewandelt werden. So könnten Anlagenbetreiber und Kommunen lokal emissionsfreie Energie erzeugen, speichern und nutzen – und so nicht nur dem Klimawandel entgegenwirken, sondern auch weltweit zu Innovationsführern werden. „Die H2-Powerplant kann eine Antwort auf die drängendsten Fragen der Zukunft sein. Dafür müssen Politik und Wirtschaft aber Hand in Hand arbeiten“, forderte Oliver Hermes.