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Editorial des Vorstandes

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN,

Oliver Hermes

Oliver Hermes, Vorsitzender des Vorstands & Chief Executive Officer (CEO)

strategisch langfristig ausgerichtet, gruppenweit hervorragend aufgestellt und wirtschaftlich auf Wachstumskurs. Die Wilo Gruppe blickt auf zahlreiche positive Ereignisse und auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Zum neunten Mal in Folge hat Wilo einen Umsatzrekord erzielt. In Zahlen heißt das: Der Konzernumsatz stieg währungsbereinigt um 6,2 Prozent auf mehr als 1,46 Milliarden Euro.

Exzellentes Wachstum erzielen wir in Korea, in Indien, im Nahen und Mittleren Osten sowie insbesondere in Osteuropa und hier vor allem in Polen.

Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie „Ambition 2025“ setzen wir konsequent umfangreiche Investitionsaktivitäten in unsere Infrastruktur um. Wilos digitale Transformation wird in den drei Dimensionen Produkte & Lösungen, Prozesse und Geschäftsmodelle vorangetrieben.

Wie viele Unternehmen arbeitet und entwickelt sich auch Wilo in einem größeren, geopolitischen Kontext – und der ist dieser Tage voller Herausforderungen.

Wir beziehen Stellung

Eine der derzeit wichtigsten Aufgaben der europäischen Politik und insbesondere der Wirtschaft ist es, ein Bündnis zum Erhalt der multilateralen Weltordnung zu formieren und zu unterstützen. Frieden, Freiheit, Zusammenhalt und Partnerschaft müssen auch zukünftig das Fundament eines stabilen Europas bilden.

Die freie Weltwirtschaftsordnung ist das Rückgrat von global agierenden Unternehmen wie Wilo. Rund 80 Prozent unserer Umsatzerlöse generieren wir als Wilo Gruppe außerhalb unseres Heimatmarktes Deutschland. Über 50 Prozent unserer Wirtschaftsleistung entstehen mittlerweile in den Emerging Markets. Wir haben also ein vitales Interesse daran, dass die multilaterale Ordnung auf diesem Globus sowie freie Weltwirtschaftsstrukturen erhalten bleiben. Als Unternehmen und als Unternehmer beziehen wir hier klar Stellung. Wir suchen den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik und zeigen immer wieder auf, dass den Herausforderungen unserer Zeit wie Digitalisierung, Klimawandel, Wassermangel und Energieknappheit nur mit einem globalen Ansatz begegnet werden kann. Darüber hinaus bekennt sich Wilo ausdrücklich zur Initiative der deutschen Wirtschaft „We4Europe“. Gemeinsam setzen wir uns damit für ein offenes und starkes Europa ein.

Wir sind Netzwerker

Ob aufkeimende nationalistische Tendenzen, Populismus oder Protektionismus in einer komplexen Welt voller Herausforderungen: Bewährte und verlässliche Allianzen stehen auf dem Spiel. Als Wilo Gruppe stellen wir uns dieser Entwicklung selbstbewusst entgegen. Deshalb haben wir unsere Netzwerkarbeit deutlich intensiviert. Sie bezieht sich auf politische Institutionen, Nicht-Regierungsorganisationen, Kooperationen mit global tätigen Unternehmen sowie auf unser internationales Engagement in Verbänden. Anhand von drei Beispielen möchte ich Ihnen unseren Ansatz etwas näher beschreiben:

Nach den Unternehmergesprächen in Sotchi 2017 und St. Petersburg 2018 traf ich im Rahmen einer Delegationsreise erneut den russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin im Kreml. Hierbei ging es unter anderem um Partnerschaften mit russischen Unternehmen als ein wichtiger Bestandteil unserer lokalen Strategie in diesem für uns so wichtigen Markt.

Gemeinsam mit dem deutschen Botschafter in Abu Dhabi besuchten wir seine Exzellenz Saeed Al Tayer, CEO der DEWA (Dubai Electricity and Water Authority) in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dubai soll ein globales Zentrum für effiziente Energie- und Wasserwirtschaftssysteme werden. Hierzu strebt die DEWA eine enge strategische Kooperation mit deutschen Herstellern wie Wilo in den Feldern Energie- und Wasserwirtschaft an.

Auch die deutsch-französische Zusammenarbeit haben wir gestärkt. Hierzu empfingen wir die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes zu einem Austausch über Netzwerke, Standortentwicklungen und den Ausbau der deutsch-französischen Beziehungen zum Thema
Industrie 4.0.

Mir ist es persönlich ein wichtiges Anliegen, Ihnen anhand dieser Beispiele darzulegen, dass Wilo in einer sich aufspaltenden, von nationalen Interessen geprägten Welt den genau entgegengesetzten Weg geht. Wir verbinden, bilden Netzwerke und streben internationale Kooperationen an. Wir sind überzeugt, dass dies der richtige Weg ist: gemeinsam mit anderen, nicht isoliert im Alleingang.

Der Erfolg gibt uns recht. Nicht zuletzt durch unsere verstärkte Netzwerkarbeit haben wir große internationale Projekte gewonnen. Im Zuge unseres Smart-Urban-Area-Ansatzes realisieren wir zurzeit große Wachstumschancen in sich vernetzenden Ballungszentren. Zukunftsmärkte, in denen städtische Infrastrukturen und Lebensbereiche intelligent miteinander verknüpft sein werden. Als digitaler Pionier der Pumpenindustrie entwickelt Wilo auch für diese Anforderungen energieeffiziente, ressourcenschonende und smarte Lösungen.

Wir sind erfolgreich auf Kurs

Zur Erreichung unserer strategischen Ziele aus der Ambition 2025 verfolgen wir derzeit eine Reihe von wichtigen Projekten. Zu nennen sind hier ganz konkret acht Wachstumsinitiativen, sieben Vertriebseffizienz-Projekte und zwei Kosteninitiativen.

Die Wachstumsinitiativen sind notwendig, um auch in der Zukunft stärker als der Wettbewerb zu sein. Es ist Bestandteil unserer Strategie, durch profitables Wachstum Marktanteile insbesondere in den Schwellenländern hinzuzugewinnen und sie in den reifen Volkswirtschaften zu verteidigen. Wir setzen im Rahmen dieser acht Initiativen unterschiedliche regionale Schwerpunkte und intensivieren so unsere Globalisierungsanstrengungen. Wir treiben zudem unsere Geschäftsaktivitäten voran, indem wir sämtliche Anwendungsfelder über alle Marktsegmente abdecken und unsere Kunden so vollumfänglich mit unserem Produkt- und Lösungsportfolio bedienen. Im Rahmen der sieben Vertriebseffizienz-Projekte geht es unter anderem darum, die Integration der erworbenen US-amerikanischen Gesellschaften
Weil & Scot möglichst effizient und profitabel zu gestalten. Hier sind wir auf einem hervorragenden Weg. Wilo USA wird schon im nächsten Jahr zu den profitabelsten Gesellschaften der Unternehmensgruppe gehören.

Ein weiteres Projekt mit dem Namen „Vamos Latam“ beschäftigt sich mit der Restrukturierung unserer Tochtergesellschaften in Mexiko und Brasilien. Wir stabilisieren unsere Aktivitäten in Argentinien bei gleichzeitiger Hebung von Geschäftspotenzialen in Chile, Kolumbien, Kuba, Panama und Uruguay. In Frankreich modernisieren wir im Projekt „Boost“ Vertriebs- und Logistikprozesse und haben beschlossen, uns in Zukunft auf nur eine Marke zu konzentrieren: Wilo.

Wir haben gute Gründe, optimistisch nach vorn zu blicken. Wichtigster Erfolgsfaktor – auch im digitalen Zeitalter – ist bei allem technologischen Fortschritt immer noch der Mensch. Nur gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können wir unsere Ziele erreichen und die führende Position der Wilo Gruppe auf den Weltmärkten stärken. Dafür und für ihren herausragenden persönlichen Einsatz möchte ich mich beim gesamten internationalen Wilo Team auch im Namen meiner Vorstandskollegen bedanken.

Erlauben Sie mir zum Abschluss noch einen Satz zu meiner eigenen beruflichen Entwicklung: Ende 2018 wurde ich durch unseren Ehrenvorsitzenden des Aufsichtsrats und Stifter der Wilo-Foundation, Dr. Jochen Opländer, zu seinem unternehmerischen Nachfolger ernannt. Mit Stolz und im Bewusstsein des immensen Vertrauens in meine Person, habe ich diese Aufgabe angenommen. Neben meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender und CEO der Wilo Gruppe ist die unternehmerische Nachfolge für mich eine große Ehre. Ich werde alles daransetzen, den fast 150-jährigen, erfolgreichen Weg des Unternehmens im Sinne der Familie Opländer auch in Zukunft fortzuführen.

Mit besten Grüßen

Ihr

Oliver Hermes

Vorsitzender des Vorstands & Chief Executive Officer (CEO)