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Hacker School 2020

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05.02.2020

„Hacker School“ nimmt Angst vor Digitalem

Hacker School 2020

40 Jungen und Mädchen nahmen an der zweitägigen "Hacker School" bei Wilo teil.

Wilo unterstützt Lernprojekt - auch mit hauseigenen „Inspirern“

40 Jungen und Mädchen zwischen elf und 18 Jahren waren am vergangenen Wochenende zu Gast bei Wilo. Im Rahmen der „Hacker School“ forschten die jungen Leute zwei Tage lang an Kleinstcomputern, mit Robotern oder programmierten eigene Webseiten.

„Wir möchten jungen Menschen die Angst vor der zunehmenden digitalen Welt nehmen“, erklärt Dr. Julia Freudenberg, Geschäftsführerin des Hamburger Vereins i3 e.V., der die „Hacker Schools“ zu unterschiedlichen Themen bundesweit organisiert. 5.000 Teilnehmende wurden bereits im vergangenen Jahr erreicht, 2020 ist das Ziel, in 90 Städten insgesamt 15.000 junge Menschen für das Programmieren zu begeistern. „Wenn die Kinder und Jugendlichen wissen, wie die Dinge funktionieren, verlassen sie den reinen Anwendermodus, werden kreativ und zu Gestaltern.“

Drei Gruppen programmierten und werkelten eifrig in den nördlichen Randbauten der neuen Produktionsstätte von Wilo. Auf dünnen Plättchen, den mircobits, blinkten Dioden nach einem vorgegebenen Muster. In komplexeren Anwendungen lief auf den so genannten Einplatinencomputern schon der Spieleklassiker Tetris, andere haben einen elektronischen Kompass konstruiert. Einen Tisch weiter steuerte Arvid Piechot mit den Platinen kleine Servomotoren, die wiederum Roboterarme antrieben und nach programmiertem Muster kleine Gewichte umherreichten. „Mit gefällt, dass wir die theoretischen Anleitungen direkt in praktische Anwendungen umsetzten können“, so Arvid Piechot. „Wenn man dann bedenkt, dass große Roboter ganz ähnlich funktionieren, ist das schon sehr spannend.“

An beiden Tagen standen Fachleute von Wilo als so genannte „Inspirer“ den jungen Forschern mit Rat und Tat zur Seite. „Wir sind mit neuen Kolleginnen und Kollegen vor Ort, allesamt aus dem Bereich Forschung und Entwicklung“, erklärt Michael Hubo-Kleiss, der das Projekt Wilo-seitig federführend betreute. „Es macht Spaß zu sehen, wie eifrig und konzentriert die Jungen und Mädchen zu Werke gehen.“ Tatsächlich ist die Arbeitsatmosphäre eher ruhig und fokussiert und auch der Ort hätte in den Augen von Michael Hubo-Kleiss nicht besser gewählt werden können: „Wir arbeiten mit den jungen Menschen hier in unserer smarten Fabrik, an dem Ort, in dem auch die Zukunft des ‚Wilo-Herzens‘ schlagen wird.“

Finanziell wurde die „Hacker School“ außerdem von der Wilo-Foundation unterstützt: „Neben der Förderung von Kultur und Sport engagiert sich die Wilo-Foundation sehr stark in der Wissenschaft und Bildung“, erklärt Evi Hoch vom Stiftungsvorstand. „Im Rahmen unserer Talentförderung engagieren wir uns von der Kita bis zur Hochschule insbesondere für den MINT-Bereich, hierzu zählen natürlich auch die Vermittlung technologischer und digitaler Inhalte.“

Zusammenfassend auf den Punkt bringt es bei der Abschlusspräsentation Ben Radzey. Er war in der dritten Gruppe und hat eine eigene Homepage programmiert. „Kauf dich arm“ ist keine Seite, die besonderen Mehrwert bietet, muss sie aber auch nicht: „Es ist meine allererste, selbstprogrammierte Seite, ich habe die Struktur aufgebaut, die Bilder eingefügt und Animationen eingefügt und ich bin sehr stolz darauf.“

In den Augen von Julia Freudenberg liegt auch hier ein tieferer Sinn der Veranstaltung: „Es geht darum, dass sich die Jungen und Mädchen trauen, den ersten Schritt in der digitalen Welt zu machen“, so die „Hacker School“-Geschäftsführerin.