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Wilo erhält Auszeichnung als „Industrie der Zukunft“

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12.11.2021

Wilo entwickelt gemeinsame Shared-Source-Umgebung für die Industrieautomatisierung

Wilo erhält Auszeichnung als „Industrie der Zukunft“

Wilo treibt die Entwicklung eines herstellerunabhängigen Plug-and-Produce-Software-Ökosystems für die Industrieautomatisierung voran

Wilo treibt die Entwicklung eines herstellerunabhängigen Plug-and-Produce-Software-Ökosystems voran

Wilo hat sich mit führenden Industrieunternehmen zusammengeschlossen und die UniversalAutomation.org (UAO) gegründet. Ziel der unabhängigen, gemeinnützigen Vereinigung ist es, eine neue Shared-Source-Laufzeitumgebung für die industrielle Automatisierung zu etablieren. Erstmalig werden Anbieter von Informationstechnologien (IT) und Betriebstechnologien (OT), industrielle Endanwender, OEMs und Wissenschaftler eine gemeinsame Software-Architektur für ihre jeweiligen Automatisierungstechnologien nutzen - unabhängig von der Marke.

Die Mitgliedsunternehmen der UniversalAutomation.org treiben gemeinsam die Entwicklung eines herstellerunabhängigen Ökosystems portabler und interoperabler „Plug-and-Produce"-Software voran, die mit nahezu jeder Hardware betrieben werden kann. Durch die Entkopplung von Software und Hardware, die gemeinsame Nutzung einer Referenz-Laufzeitumgebung auf Basis des IEC 61499-Standards sowie durch die Verschmelzung von IT und OT will die Organisation eine völlig neue Kategorie der industriellen Automatisierung schaffen und das volle Potenzial von Industrie 4.0 ausschöpfen.

"Wir müssen derzeitige Systeme, Prozesse und Kooperationen völlig neu denken, um nachhaltige, innovative und agile Automatisierungsstrukturen der nächsten Generation schaffen zu können“, so Georg Weber, CTO der Wilo-Gruppe. "UniversalAutomation.org ist daher der Beginn einer neuen Ära für die Industrieautomatisierung.“

Zu den Organisationen, die sich an UniversalAutomation.org beteiligen, gehören neben Wilo: Aalto University, Advantech, Asus, Belden, Cargill, eaw Relaistechnik GmbH, ESA, ETP, Flexbridge, Georgia-Pacific, GR3N, Hirschmann, HTW Berlin, Intel, Jetter, Johannes Kepler Universität Linz, Kongsberg Maritime, Lawrence Technological University, Lumberg Automation, Phoenix Contact, ProSoft, Schneider Electric, R. Stahl, Shell, VP Process, Wood und Yokogawa. Alle Unternehmen, die die industrielle Automatisierung vorantreiben wollen, sind aufgerufen, sich ebenfalls zu beteiligen.

"Industrielle Abläufe befinden sich in einem totalen Wandel", sagt John Conway, Präsident der UniversalAutomation.org. "Wie der IT-Sektor bewiesen hat, versprechen das Maschinelle Lernen, Augmented Reality, Echtzeit-Analysen und das Internet der Dinge (IoT) große Fortschritte in Bezug auf Leistung, Agilität und Nachhaltigkeit. In der Industrie wird dieses Versprechen jedoch durch geschlossene und proprietäre Automatisierungsplattformen gebremst, die die breite Akzeptanz einschränken, Innovationen behindern, die Integration mit Komponenten von Drittanbietern erschweren und in Bezug auf Upgrades und Wartung teuer sind. Die Verwendung einer gemeinsamen Laufzeitumgebung ändert dies.“

Das Prinzip ist in anderen Marktsektoren bereits Realität. So werden beispielsweise mobile Anwendungen so entwickelt, dass sie von verschiedenen Smartphone-Anbietern genutzt werden können, was schnelle Fortschritte durch kollektive Innovationen ermöglicht. Bislang funktionierte die industrielle Welt anders – mit geschlossenen proprietären Architekturen und hardwareabhängiger Software.

"UniversalAutomation.org drückt den Reset-Knopf für die Automatisierungstechnik. Mit dem IEC 61499-Standard für verteilte Systeme können wir eine neue, offene industrielle Umgebung schaffen, die zu einer nachhaltigeren, effizienteren Zukunft führen wird“, erklärt Greg Boucaud, Chief Marketing Officer der UniversalAutomation.org. „Wir werden Innovationshürden in der Automatisierungstechnik beseitigen, indem wir Hardware und Software entkoppeln und den Endanwendern die Freiheit geben, die sie sich immer gewünscht haben: verschiedene, herstellerunabhängige Technologien integrieren und so ihre Automatisierungsumgebung optimieren."