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Endlich Feierabend – ohne schlechtes Gewissen: Unsere Tipps für Sie

10.06.2020 | Berufsalltag

Die Arbeiten auf der Baustelle sind beendet, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich bereits verabschiedet. Jetzt einfach nur nach Hause und die Füße hochlegen, wie man es nach einem anstrengenden Arbeitstag verdient hat. Aber halt: Eigentlich müsste noch das Angebot für den neuen Kunden geschrieben werden. Wie Sie trotz Stress im Job entspannt in den Feierabend kommen.

Free time

Der Schreibtisch quillt über, zur Buchhaltung ist man die ganze Woche nicht gekommen. Auch die Korrespondenz könnte noch durchgearbeitet werden, vielleicht ist ja eine Anfrage dabei. Und das Gespräch mit dem neuen Lehrling sollte vielleicht auch kurz vorbereitet werden. Schon ist die Feierabendstimmung dahin. Selbst wenn Sie sich dazu entscheiden, trotzdem nach Hause zu fahren, werden Sie es wohl mit schlechtem Gewissen tun. Der Entspannungsfaktor ist dahin, schon bevor der eigentliche Feierabend beginnt. So geht es vielen Handwerkerinnen und Handwerkern. Anstatt entspannt in den Feierabend zu starten, ziehen sie es vor, Überstunden zu machen, weil sie glauben, mit der Arbeit nicht nachzukommen. Dabei kann durch Delegieren und Organisieren jede Menge Arbeitsüberlastung aufgefangen werden.

Freizeit steigert die Arbeitsleistung

Der Begriff Feierabend kommt nicht von ungefähr. Ursprünglich war er die Bezeichnung für den Abend vor einem christlichen Feiertag, an dem man sich zum gemeinsamen Abendgebet traf. Allerdings hat sich dieser Begriff im Laufe der Zeit verselbständigt – und steht heute für die tägliche Ruhe nach der Arbeit. Auch heute sollte man diese Zeit des Tages gebührend zelebrieren. Es muss ja nicht gleich ein rauschendes Fest sein. Das wäre angesichts der hohen Arbeitsbelastung in deutschen Handwerksbetrieben sicherlich ein weiterer Stressfaktor.

Die knapp bemessene Freizeit bewusst zu gestalten, bringt nicht nur Lebensqualität. Sie erhalten zudem Ihre Arbeitsleistung und beugen stressbedingten Krankheiten vor. Das Geheimnis: eine ausgewogene Mischung aus Entspannung und Anregung. Ein gutes Essen, Sport, ein entspannender Spaziergang, ein packender Film oder die Beschäftigung mit einem Hobby: All das lenkt die Gedanken in eine völlig andere Richtung, weg von den täglichen Herausforderungen. Solche Aktivitäten sind damit genau so wichtig wie die Befriedigung des Ruhe- und Schlafbedürfnisses. Wichtig ist: abschalten. Wie auch immer das bei Ihnen persönlich gelingt.

Organisation ist der halbe Feierabend

Damit der Feierabend so erholsam wird wie gewünscht, sollten Sie bereits während Ihres Arbeitstages darauf hinarbeiten. Faustregel Nummer eins: das richtige Delegieren. Wenn Sie in allen Bereichen Ihrer Arbeit unverzichtbar sind, dann mag das für Ihr Ego gut sein, es führt jedoch zu einer permanenten Überlastung, die Sie auf Dauer nicht auffangen können. Und die zu ständiger Mehrarbeit führt. Deshalb übertragen Sie alle Tätigkeiten, bei denen Sie nicht unbedingt dabei sein müssen, auf andere. Verteilen Sie gezielt verschiedene Aufgabenbereiche unter Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – oder bitten Sie Kolleginnen und Kollegen um Hilfe.

Außerdem sollten Sie Ihre Termine möglichst so planen, dass sie in die Arbeitszeit passen, um nicht bereits von Anfang an auf Ihren Feierabend verzichten müssen. Und wenn Sie Mehrarbeit haben, die innerhalb der normalen Zeiten nicht erledigt werden kann? Versuchen Sie dann, diese auf einen oder zwei Tage pro Woche zu konzentrieren. Lieber wenige Abende ganz verlieren als alle Abende halb. Denn damit bauen Sie keinen Stress ab. Darüber hinaus sollten Sie ab und zu den Mut haben, zu sagen: „Jetzt reicht’s!“ Gehen Sie dann einfach mal pünktlich nach Hause und machen Sie am nächsten Tag weiter. Schließlich ist Ihr Feierabend eine gute Investition in Ihre Arbeitsleistung.

Sieben Tipps, um besser in den Feierabend zu starten:

  • 1. Delegieren Sie Aufgaben, die Sie nicht unbedingt selbst erledigen müssen, an andere
  • 2. Aktualisieren Sie Ihre To-Do-Liste
  • 3. Sorgen Sie für Ordnung
  • 4. Machen Sie sich bewusst, was Sie erreicht haben
  • 5. Planen Sie Ihre Termine
  • 6. Stimmen Sie sich im Team ab
  • 7. Pflegen Sie ein Feierabendritual