Die Wohnungswirtschaft zwischen Investitionsdruck und Betriebssicherheit
In vielen Mehrfamilienhäusern – insbesondere im Bestand – arbeitet die Gebäudetechnik weitgehend im Verborgenen. Ein hoher Sanierungsbedarf trifft hier auf begrenzte Investitionsbudgets: Die klassische Gebäudeleittechnik sprengt oft den Kostenrahmen. Störungen werden daher häufig erst dann sichtbar, wenn sie durch Mieter gemeldet werden. Störungen können nur reaktiv, zeitverzögert und mit größerem Aufwand behoben werden. Pumpen laufen häufig auf Werkseinstellung, unangepasst an den tatsächlichen Bedarf. Eine Gebäudeleittechnik ist selten vorhanden, systematisches Monitoring und Frühwarnsysteme fehlen.
Gleichzeitig wachsen die regulatorischen Anforderungen an Transparenz und Effizienz. Auf europäischer und nationaler Ebene geben folgende Regelwerke den Rahmen vor:
- EPBD (EU-Gebäuderichtlinie): Regelt die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden.
- EED (EU-Energieeffizienz-Richtlinie): Fördert Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, auch im Gebäudesektor.
- GModG (Gebäudemodernisierungsgesetz, Deutschland): Setzt europäische Vorgaben national um und definiert energetische Anforderungen an Gebäude.
Energiemanagement rückt damit auch dort in den Fokus, wo bislang keine Gebäudeleittechnik vorhanden ist.
Diese Anforderungen betreffen nicht nur den Bestand
Auch im Neubau wird von Beginn an ein bedarfsgerechter, transparenter Betrieb erwartet. Unabhängig vom Gebäudestatus gilt: Wer Wohnimmobilien zielgerichtet betreiben und technische Betriebsdaten nutzen will, benötigt belastbare Daten und Lösungen, die sich flexibel in unterschiedliche Gebäudekonzepte integrieren lassen.
Probleme erkennen, bevor sie entstehen – smarte Lösungen als Frühwarnsystem
Ein sicherer Betrieb ist die Basis für zufriedene Mieter. Unsere Lösungen setzen genau hier an: Sie schaffen Transparenz über den technischen Zustand zentraler Anlagen und können dabei helfen, definierte Betriebsabweichungen frühzeitig sichtbar zu machen, sodass zeitnah reagiert werden kann.
Unsere digitalen Lösungen eröffnen neue Möglichkeiten zur Überwachung und Steuerung. Smarte und smartifizierbare Pumpen lassen sich in bestehende Gebäudeleittechnik einbinden oder über standardisierte Schnittstellen vernetzen.
Der Wilo-Monitor schafft die notwendige Transparenz – als Ergänzung zu einer vorhandenen Gebäudeleittechnik oder als eigenständige Lösung. Er macht die vom System erfassten Energie- und Betriebsdaten sichtbar, ermöglicht Fernüberwachung und kann definierte Störungen remote frühzeitig übermitteln.
So entsteht eine Monitoring-Lösung für den technischen Betrieb von Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen
Jetzt Kontakt aufnehmen und Monitoring und Betriebsinformationen gezielt verbessern
Starten Sie mit einer unverbindlichen Beratung und erfahren Sie, wie sich der technische Betrieb Ihrer Wohnimmobilien überwachen und unterstützen lässt.
Kontaktieren Sie unsere ExpertenPotenziale zur Senkung von Betriebskosten im Gebäudebestand durch bedarfsgerechte Anlageneinstellungen
Hier liefert das Wilo Energie Audit* zusätzliche Betriebsdaten und Analysen als Grundlage für Optimierungsentscheidungen. Es zeigt auf, wo Pumpen überdimensioniert, falsch eingestellt oder technologisch und energetisch veraltet sind und welche Anpassungsmöglichkeiten bestehen.
Darauf aufbauend unterstützen unsere Pumpen und Pumpensysteme einen bedarfsgerechten Betrieb in zentralen Bereichen von Mehrfamilienhäusern und Wohnanlagen – von der Heizungs- und Warmwasserversorgung über die Druckerhöhung bis zur Entwässerung. Je nach Anwendung lassen sich die Systeme auf den ermittelten Betriebspunkt einstellen und an wechselnde Anforderungen anpassen. So kann ein Betrieb oberhalb des tatsächlichen Bedarfs vermieden und der Energieverbrauch gegenüber einer nicht bedarfsgerecht eingestellten Anlage reduziert werden.
*Das Wilo-Energie Audit entspricht nicht der DIN EN 16247-1 und ersetzt somit nicht die Verpflichtung eines Unternehmens ein Energie Audit nach § 8 Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) durchzuführen.
Unsere Highlight-Anwendungen für Mehrfamilienhäuser
Wohngebäude stellen vielfältige technische Anforderungen an die Gebäudetechnik. Unsere Lösungen sind genau darauf ausgelegt: Sie decken die zentralen Anwendungsbereiche ab und sorgen für einen stabilen, bedarfsgerechten Betrieb – von der Versorgung über die Verteilung bis zur Entwässerung. So entsteht Technik, die im Alltag zuverlässig funktioniert und sich flexibel am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Wasserversorgung und Druckerhöhung
Komfort, der in jeder Wohnung ankommt
Eine zuverlässige Wasserversorgung ist Voraussetzung für Komfort und Alltagstauglichkeit in jeder Wohnung – vom morgendlichen Duschen bis zur gleichzeitigen Nutzung mehrerer Entnahmestellen. Eine fachgerecht ausgelegte Druckerhöhungsanlage stellt den benötigten Wasserdruck im Gebäude bereit und kann auf wechselnde Anforderungen reagieren.
- Stabile Druckversorgung im gesamten Gebäude
- Automatische Anpassung an wechselnden Wasserbedar
Heizung-, Lüftung- und Klimatechnik (HVAC)
Wärme für ein angenehmes Wohnklima
Heizungs- und Umwälzpumpen übernehmen eine zentrale Aufgabe bei der Wärmeverteilung im Gebäude. Fachgerecht ausgelegt und eingestellt, unterstützen sie eine bedarfsgerechte Versorgung der Wohneinheiten mit Heizwärme.
- Passende Wärmeverteilung im Gebäude
- Anpassung der Pumpenleistung an wechselnde Anforderungen
- Auf einen zuverlässigen Betrieb während der Heizperiode ausgelegt
Abwassersammlung und -transport
Technische Lösungen für die Entwässerung in Wohngebäuden
In Wohnimmobilien erfüllen Entwässerung und Abwassertransport zentrale Aufgaben: Regen- und Oberflächenwasser im Außenbereich sowie aus Tiefgaragen unterhalb der Rückstauebene muss sicher abgeführt werden. Ebenso wichtig ist der zuverlässige Abtransport von Abwasser aus Küchen, Duschen und WCs für einen hohen Wohnkomfort.
- Ableitung von Regen- und Oberflächenwasser
- Hebeanlagen mit Rückstauschutz zur Absicherung von Gebäudebereichen unterhalb der Rückstauebene
- Sicherer Abtransport von Abwasser aus Küchen, Bädern und WCs
- Installation von Hebeanlagen mit Schneidwerk zur Risikoreduktion von Verstopfungen durch unsachgemäße Entsorgungen
Löschwasserversorgung
Sicherheit, die im Ernstfall zählt
Feuerlöschanlagen bilden einen wichtigen Teil der umfassenden Absicherung eines Wohnkomplexes. Sie sind im Alltag unsichtbar, übernehmen im Ernstfall jedoch eine entscheidende Rolle, um Bewohner, Gäste und das Gebäude selbst zu schützen.
- Bereitstellung von Löschwasser in kleinen Mehrfamilienhäusern bis hin zu Hochhäusern
- Unterstützung der Anlagenverfügbarkeit durch redundante Pumpenkonzepte
- Systeme zur Trennung von Lösch- und Trinkwasser
Regenwassernutzung
Ressourcen sinnvoll im Wohnumfeld nutzen
Regenwasser fällt dort an, wo Menschen wohnen und leben – direkt auf den Dachflächen von Immobilien. Gesammelt und für geeignete Anwendungen genutzt, kann es dort Trinkwasser ersetzen, wo keine Trinkwasserqualität erforderlich ist.
- Regenwassernutzung für Toilettenspülungen
- Einsatz von Regenwasser kann Trinkwasserbezug reduzieren
Trinkwasserhygiene
Trinkwasserhygiene gezielt unterstützen
Eine einwandfreie Trinkwasserversorgung ist eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung von Mehrfamilienhäusern. Eine fachgerecht geplante und betriebene Zirkulation kann dazu beitragen, die erforderlichen hygienischen Betriebsbedingungen im Trinkwassersystem einzuhalten.
- Unterstützung der erforderlichen Temperaturhaltung im Zirkulationssystem
- Regelmäßiger Wasseraustausch zur Verringerung von Stagnationszeiten
- Auslegung auf unterschiedliche Nutzungsprofile
Starke Referenzen. Für Wohnräume mit Zukunft.
Unsere Lösungen kommen in Wohnimmobilien unterschiedlichster Größen zum Einsatz. Entdecken Sie ausgewählte Referenzen und erfahren Sie, welche Lösungen wir gemeinsam mit unseren Partnern für den Betrieb von Wohngebäuden umgesetzt haben.
Wohngebäude LIVING LEVELS, Berlin, Deutschland
Im Wohnprojekt LIVING LEVELS direkt an der East Side Gallery wurde ein zeitgemäßes Versorgungskonzept realisiert, das moderne Technik mit hohem Wohnkomfort verbindet und die Versorgung im täglichen Betrieb unterstützt. Auf 14 Etagen und rund 6.200 m² Wohnfläche versorgt ein System etwa 60 Wohneinheiten von der Singlewohnung bis zum Penthouse mit Trinkwasser, Wärme und Löschwasser.
Mit Umwälzpumpentechnologie, bedarfsgerechter Druckerhöhung und Feuerlöschanlagen wurde ein redundantes Versorgungskonzept umgesetzt. Gleichzeitig zeichnen sich die Pumpensysteme durch niedrige Geräuschentwicklung und hohe Regelgüte aus – ein Beispiel dafür, wie Technik den Wohnkomfort unterstützt.
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Gleichzeitig zeichnen sich die Pumpensysteme durch niedrige Geräuschentwicklung und hohe Regelgüte aus – ein Beispiel dafür, wie regelbare Technik den Wohnkomfort unterstützt.
Siedlung Moderna, Warschau, Polen
In der Wohnsiedlung Moderna stand die Nutzung von Regen- und Schmelzwasser im Mittelpunkt. Ziel war es, das anfallende Wasser für die Bewässerung der Außenanlagen und die Toilettenspülung in den Wohnungen einzusetzen.
Dafür wurde eine auf den Bedarf der Wohnanlage ausgelegte Regenwassernutzungsanlage mit redundanter Pumpentechnik installiert. Sie stellt das gesammelte Regen- und Schmelzwasser für die vorgesehenen Anwendungen bereit. Das Projekt zeigt, wie sich Nichttrinkwasseranwendungen in einer modernen Wohnanlage mit Regen- und Schmelzwasser versorgen lassen.
Mehrfamilienhaus Wasserburg am Inn, Deutschland
In einer Mehrfamilienhausanlage mit 35 Wohneinheiten kam es wiederholt zu Störungen im Abwassersystem. Unsachgemäß über Toiletten entsorgte Putzlappen und Hygieneartikel führten zu blockierten Pumpen, erhöhtem Wartungsaufwand und Einschränkungen im laufenden Wohnbetrieb – ein bekanntes Risiko in vielen Wohnimmobilien.
Durch den Einsatz eines Feststofftrennsystems mit integrierter Schneidtechnik konnte der Abwassertransport stabilisiert werden. Faserige und problematische Feststoffe werden nun zerkleinert, bevor sie zu Blockaden führen.
Das Projekt zeigt, wie sich das Risiko von Blockaden durch Fehlwürfe in Abwassersystemen von Wohngebäuden reduzieren lässt und wie die eingesetzte Technik einen stabilen Betrieb unterstützen kann.
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Das Projekt zeigt, wie sich Abwassersysteme in Wohngebäuden gegen Fehlwürfe absichern lassen und wie die Betriebssicherheit unter realen Nutzungsbedingungen unterstützt werden kann.
Individuelle Servicelösungen für die Wohnungswirtschaft
Unsere Serviceleistungen begleiten Sie über unterschiedliche Phasen des Anlagenlebenszyklus – von der Planung geeigneter Service- und Wartungsmaßnahmen bis zur Unterstützung bei Betrieb und Instandhaltung. Dabei verbinden wir regionale Präsenz mit fundiertem Systemverständnis und Leistungen, die auf die Anforderungen Ihrer Anlage abgestimmt sind.
WiloCare
Servicepakete und Anlagenüberwachung mit dem Wilo-Monitor schaffen Transparenz über den Anlagenbetrieb und helfen, Störungen frühzeitig zu erkennen und Wartungsmaßnahmen gezielt zu planen.
Wilo-Energie Audit
Energieeinsparpotenziale erkennen, Betriebsdaten analysieren und geeignete Maßnahmen für einen energieorientierten Anlagenbetrieb ableiten.
Digitale Lösungen
Pumpen intelligent steuern, Systeme vernetzen und Betriebsdaten sichtbar machen – für mehr Transparenz und gezielte Optimierung im Anlagenbetrieb.
Technik, die den Alltag verbessert
Wohnen bedeutet Alltag. Warmes Wasser am Morgen, eine funktionierende Heizung im Winter, eine reibungslose Abwasserentsorgung und trockene Keller nach Starkregen – all das wird meist erst dann wahrgenommen, wenn es fehlt. Für Mieter, Nachbarn und Besucher ist zuverlässige Gebäudetechnik kein Thema, über das man spricht, sondern eine Selbstverständlichkeit, auf die man sich verlässt. Eine funktionierende Gebäudetechnik ist ein Bestandteil des Wohnkomforts. Wir setzen Technik so ein, dass sie alltägliche Abläufe unterstützt und so zum Komfort beiträgt.
Passende Highlightprodukte für die Gebäudetechnik im Mehrfamilienhaus
Moderne Mehrfamilienhäuser stellen hohe Anforderungen an Komfort, Effizienz und Versorgungssicherheit. Mit Pumpen und Systemlösungen unterstützt Wilo den bedarfsgerechten Betrieb in der Gebäudetechnik. Entdecken Sie unsere Highlightprodukte für die wichtigsten Anwendungen im Mehrfamilienhaus.
FAQ | Häufig gestellte Fragen zu Lösungen für Mehrfamilienhäuser
Wie lassen sich Mehrfamilienhäuser auch ohne Gebäudeleittechnik im Verbrauch optimieren?
Auch ohne klassische Gebäudeleittechnik lassen sich Pumpen und zentrale Anlagen bedarfsgerecht betreiben. Entscheidend ist, Transparenz über den tatsächlichen Betrieb zu erhalten und Systeme so auszulegen, dass sie sich an reale Nutzungsprofile anpassen.
So können Betriebssicherheit und Effizienz auch im Bestand gezielt verbessert werden, über einfache Sensorik und ohne umfangreiche bauliche Eingriffe. Eine konstante Übersicht über die eingesetzte Technik und aktuelle Energieströme bietet der Wilo-Monitor.
Welche Vorteile bieten bedarfsgerecht ausgelegte Pumpensysteme im Wohnungsbestand?
Pumpensysteme sind darauf ausgerichtet, die benötigte Leistung an den jeweiligen Betriebsbedarf anzupassen. Dadurch können überhöhte Betriebszustände vermieden werden und - abhängig von Ausgangssituation, Nutzung und Anlageneinstellung – Potenziale zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Betriebskosten erschlossen werden. Eine solche Auslegung unterstützt zugleich die Versorgung entsprechend den vorgesehenen Nutzungsanforderungen.
Kann eine bestehende Infrastruktur einfach nachgerüstet werden?
Warum lohnt sich eine Überprüfung bestehender Pumpenanlagen?
In vielen Mehrfamilienhäusern laufen Pumpen seit Jahren mit unveränderten Einstellungen. Eine Überprüfung zeigt häufig, dass Anlagen technisch veraltet, überdimensioniert sind oder nicht optimal geregelt betrieben werden. Durch gezielte Modernisierungen lassen sich mögliche Optimierungspotenziale aufdecken und Anpassungen an den Betrieb ermöglichen.
Wie schnell lassen sich Verbesserungen umsetzen?
Wie unterstützen Lösungen von Wilo einen störungsfreien Wohnbetrieb?
Sind Maßnahmen in Mehrfamilienhäusern förderfähig?
Maßnahmen im Bereich der Gebäudetechnik können im Rahmen nationaler und europäischer Förderprogramme unterstützt werden.
Welche Maßnahmen konkret förderfähig sind, hängt vom Projekt, dem Gebäudestatus und den geltenden nationalen Rahmenbedingungen ab. Eine frühzeitige Prüfung kann die Investitionsplanung unterstützen und verfügbare Förderoptionen frühzeitig sichtbar machen.
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