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Nachwuchsmangel im Handwerk – woran liegt‘s?

05.11.2019 | #frauimhandwerk

Laut Bundesagentur für Arbeit blieben im letzten Jahr mehr als 53.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. Auch Handwerksbetriebe beklagen zunehmend Nachwuchsmangel. Woran liegt’s? Und wie kann die SHK-Branche die Herausforderung künftig meistern? Fragen und Antworten.

Madita Brauer befasst sich als @frauimhandwerk auf Instagram mit unterschiedlichen Themen rund um das Handwerk. Ein wesentlicher Teil: Nachwuchsmangel. Wir beantworten – gemeinsam mit der #frauimhandwerk – die wichtigsten Fragen rund um eines der aktuellsten Themen der Branche.

Es fehlt der Nachwuchs – aber warum?

Madita sieht vor allem drei Gründe. An erster Stelle: die Vorurteile. Der Handwerksberuf genießt nicht das beste Ansehen: Er ist schmutzig, laut, körperlich anstrengend und nicht gut bezahlt. „Dabei ist das Handwerk vielseitiger als sein Image – und die Zukunft ruft!“, sagt Madita. Gute Handwerker sind gefragter denn je, denn die Auftragszahlen sind, im Gegensatz zu den Nachwuchszahlen, eher steigend.

Hinzu kommt ein weiteres Problem: das fehlende Wissen. „Gerade junge Menschen kennen die Ausbildungsinhalte im Handwerk häufig überhaupt nicht“, sagt Madita weiter. Was sind die täglichen Aufgaben? Welche Qualifikationen sind von Vorteil? Haben Frauen im Auswahlverfahren überhaupt eine Chance? „Auch, dass es durchaus eine Karriereleiter zu erklimmen gibt, ist vielen nicht bewusst.“ Diese Unkenntnis über Weiterbildungsmöglichkeiten führt zum dritten, großen Problem: dem vorschnellen Ausschluss einer Handwerksausbildung. Obwohl es auch in diesem Bereich viele Möglichkeiten gibt: Sowohl das duale Studium als auch ein Studium nach der Ausbildung und natürlich der gute, alte Meisterbrief sind gängige Karrierewege.

Wie können junge Menschen vom Handwerksberuf überzeugt werden?

„Das Handwerk muss rundum attraktiver gestaltet werden!“, meint Madita. Zahlreiche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es auf verschiedenen Ebenen: vom Studium bis hin zur Techniker- oder Meisterschule. Dass da für jeden Mann oder jede Frau etwas dabei sein kann, steht außer Frage. Die 22-Jährige kann diesen Weg nur empfehlen: „Man kann sich einfach jeden Tag auf eine Herausforderung freuen und Neues lernen – vorausgesetzt man möchte das auch. Für mich war es der absolut richtige Schritt: aus der Bank-Ausbildung ins Handwerk, vom Büro auf die Baustelle.“

Was können SHK-Betriebe tun, um Nachwuchs zu werben?

„Kommunikation ist das A und O!“, sagt die Handwerkerin. Aufklärungsarbeiten seien insbesondere in den Schulen wichtig, um junge Menschen bereits früh über ihre Möglichkeiten zu informieren. „Ich betrachte das als Aufgabe der jeweiligen Innungen und Handwerkskammern. Aber auch die Betriebe sollten auf sich aufmerksam machen.“

Warum setzen immer noch viele SHK-Betriebe auf männlichen Nachwuchs – und nicht auf weiblichen?

Madita schüttelt den Kopf: „Aus einem nicht verständlichen Grund, hinter den ich einfach noch nicht gestiegen bin.“

Madita Brauer setzt Zeichen. Über ihr spannendes Leben in einer männerdominierten Handwerkswelt berichtet sie nicht nur regelmäßig, sondern bietet Anregungen für Veränderung. Sie beweist: Frauen und Handwerk – das passt eben doch zusammen.

Dieser Artikel ist Teil unserer Themenreihe #frauimhandwerk. Alle Beiträge finden Sie demnächst in unserem Wilo.de-Blog und auf wilo.de/frauimhandwerk.

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