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Spürbare Folgen des Klimawandels: Das bedeutet er für die Menschheit

11.11.2020 | #forabetterclimate

Climate Change

Hitzewellen, Dürren, Brände, Überflutungen: Der Klimawandel beeinflusst unsere Umwelt. Die Folgen der Erderwärmung betreffen aber nicht nur die Natur, sondern auch uns als Bevölkerung. Bestimmte Regionen der Welt könnten zukünftig unbewohnbar werden. Wie aus Bewohnerinnen und Bewohnern Klimaflüchtlinge werden.

Eigentlich gibt es Klimaflüchtlinge gar nicht. Laut Artikel 1 der Genfer Flüchtlingskonvention sind Flüchtlinge nämlich Menschen, die sich „aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung“ außerhalb des eigenen Landes befinden. Ursachen wie Naturkatastrophen werden hier nicht genannt.

2050: voraussichtlich 50 bis 350 Millionen Menschen auf der Flucht

Dabei sind jedes Jahr geschätzt 25 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht vor extremen klimatischen Ereignissen. Die Wahrscheinlichkeit, aus diesem Grund heimatlos zu werden, ist heute doppelt so hoch wie noch in den 70er Jahren. Aber: Oft sind Naturkatastrophen nicht der alleinige Auslöser für Flucht. Leidet eine Region beispielsweise unter Dürre, resultiert daraus ein Ressourcenmangel, der dann potenzieller Auslöser für gewaltsame Konflikte ist. Daher können Fluchtursachen oft nicht separat voneinander betrachtet werden.

Der ehemalige UN-Generalsekretär Ban Ki-moon geht davon aus, dass 50 bis 350 Millionen Menschen bis 2050 wegen klimatischer Bedingungen auf der Flucht sein werden. Warum? Versteppung, Dürren, Versalzung, Überflutungen, Anstieg des Meeresspiegels, Erosion von Böden, Erdrutsche oder andere Naturkatastrophen werden viele dicht besiedelte Regionen der Erde in den kommenden Jahren verarmen lassen – oder sogar komplett unbewohnbar machen.

Wie Naturkatastrophen Regionen unbewohnbar machen können

Vom Klimawandel gleich mehrfach bedroht ist Bangladesch. Mit 160 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern weist das Land eine hohe Bevölkerungsdichte auf: 1.071 Menschen pro Quadratkilometer (Deutschland: 228). Die Gletscher des Himalayas schmelzen, die Wassermengen werden immer größer. Steigt der Wasserspiegel des Indischen Ozeans um einen Meter, würden fast 20 Prozent des Landes überfluten. Durch die Versalzung der Böden gäbe es Ernteausfälle. Zudem verliert der für die Landwirtschaft bedeutende Monsun seine Regelmäßigkeit, stattdessen nehmen die Intensität und Stärke der Wirbelstürme zu. Schon jetzt leben 50 Prozent der Bevölkerung in Armut, zukünftig würde die Zahl weiter zunehmen. Steigt der Wasserpegel sogar um zwei Meter, müssten die hiesigen Menschen bis 2100 umsiedeln. Bangladesch würde untergehen.

Auch der Pazifik ist vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen. Insbesondere niedrig liegende Inseln sind bedroht. Die starken tropischen Stürme überfluten schon heute Teile der Inselgruppen. Das salzhaltige Meerwasser mindert auch hier die Qualität der Böden – Nahrungs- und Trinkwasserquellen werden rar. Das wird durch weniger Regen in der Trockensaison unterstützt. Neuseeland plant für diese Fälle seit 2017 ein Flüchtlingsvisum speziell für die pazifischen Inselbewohnerinnen und -bewohner.

Der Mensch als Klimatreiber

Dass sich das Klima verändert, ist Teil der Natur. Aber: Die globale Erwärmung ist mitunter menschengemacht. Das belegen zahlreiche Studien der letzten Jahrzehnte. Wie? Der größte Indikator ist die starke Erhöhung des CO2-Gehalts. Spurengase wie Kohlendioxid oder Methan in geringerer Konzentration sorgten früher zusammen mit Wasserdampf für einen natürlichen Treibhauseffekt. Dieser ist durch die Art wie wir heute Leben ins Ungleichgewicht geraten.

Wenn wir zur Erwärmung beigetragen haben, können wir dann auch etwas dagegen tun? Gibt es einen Weg aus der Klimakrise? In unserem nächsten Beitrag betrachten wir potenzielle Lösungsansätze. Alle Texte unserer Wilo-Themenreihe #forabetterclimate finden Sie hier.

Wussten Sie’s schon? Wilo wurde zu einem der „50 Sustainability und Climate Leaders“ ernannt. Neben 49 anderen weltweit agierenden Unternehmen arbeitet Wilo auf der Grundlage der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der UN. Zusammen leisten sie einen wichtigen Beitrag zu Themen wie Umwelt- und Klimaschutz, nachhaltigem Handeln und soziale Gerechtigkeit.