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Der Unterschied von Trinkwasser und Nichttrinkwasser

Wasser zählt zu den kostbarsten Ressourcen der Erde und wird auf vielfältigste Weise genutzt - sei es für den Menschen, die Tierwelt oder die Natur. Der Mensch nutzt Wasser als Lebensmittel oder für die Körperpflege, er setzt es zum Löschen von Bränden oder für die Bewässerung von Grünanlagen ein. In Heizungsanlagen stellt Wasser das Basismedium dar, welches die Wärme in unser Zuhause bringt.

Doch nicht jedes Wasser kann vom Menschen bedenkenlos für die Nahrungsaufnahme oder die Körperpflege genutzt werden. Deshalb wird in der Trinkwasserverordnung (TrinkV) zwischen Trinkwasser und Nichttrinkwasser unterschieden.

Da Trinkwasser als Basisprodukt für unsere Ernährung und die Körperpflege unser wichtigstes Lebensmittel ist, unterliegen die Aufbereitung und der Transport des Trinkwassers in Deutschland schon seit Jahrzehnten besonders strengen Auflagen und Kontrollen. Zudem ist Trinkwasser ein Lebensmittel, welches – wie jedes andere Lebensmittel – nur beschränkt haltbar und somit verderblich ist. Daher regelt die Trinkwasserverordnung in Ableitung vom Infektionsschutzgesetz (IfSG) Pflichten und Grenzwerte zum Schutz des Trinkwassers.

Bei Nichttrinkwasser handelt es sich wiederum um Wasser, das für technische, gewerbliche oder landwirtschaftliche Anwendungen eingesetzt wird. Da das Wasser aufgrund von Verunreinigungen eine Gefährdung für den Menschen darstellen kann, darf es nicht mit Trinkwasser in Berührung kommen.



View of bridge going over Katse Dam with sun reflecting off water


Microsite Trinkwasser
Microsite Trinkwasser
Microsite Trinkwasser




Splitscreen Karten Küche Dusche

Die Trennung von Trinkwasser und Nichttrinkwasser

Damit unser Trinkwasser rein bleibt und nicht mit Keimen oder anderen Erregern kontanimiert wird, regeln die DIN EN 1717 und die VDI/DVGW 6023 den Schutz des Trinkwassers vor Verunreinigungen in Trinkwasser-Installationen.

Die DIN EN 1717 beschreibt insbesondere, wie Trinkwasser von Nichttrinkwasser in der Installation getrennt werden muss. Dazu unterteilt die Norm Flüssigkeiten in Kategorien von 1 bis 5, wodurch klassifiziert wird, inwiefern die Flüssigkeit für den Menschen gefährlich sein kann. Bei Flüssigkeiten der Kategorie 1 handelt es sich um Wasser, das für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist und direkt aus der Trinkwasser-Installation entnommen wird.

Flüssigkeiten der Kategorie 5 stellen hingegen aufgrund möglicher mikrobieller oder virueller Erreger eine Gesundheitsgefährdung für Menschen dar. Dazu zählen unter anderem Abwasser, Wasser für Tiertränken, Schwimmbeckenwasser oder auch Löschwasser. Flüssigkeiten dieser Kategorie müssen zwingend mithilfe einer Trennstation vom Trinkwasser getrennt werden und dabei eine der folgenden Sicherungseinrichtungen vorweisen:

  • Sicherheitseinrichtung AA: Ungehinderter freier Auslauf
  • Sicherheitseinrichtung AB: Freier Auslauf mit nicht kreisförmigem Überlauf (uneingeschränkt)
  • Sicherheitseinrichtung AD: Freier Auslauf mit Injektor


Doch wer benötigt eine Trennstation eigentlich und wie funktioniert diese?

Eine Trennstation wird immer dann benötigt, wenn ein Gebäudebetreiber das öffentliche Trinkwasserversorgungsnetz nutzt, um eine Nichttrinkwasser-Anwendung damit zu speisen. Dies kann zum Beispiel in Hotels, Krankenhäusern oder Einkaufscentern der Fall sein, die alle eine Löschwasserversorgung gewährleisten müssen. Aber auch bei der Sportplatz- und Gartenbewässerung wird eine Trennstation nötig, wenn Regenwasser für die Bewässerung beigemischt wird.

Sobald das Trinkwasser die Zulaufarmatur für die Nichttrinkwasser-Anwendung verlässt, handelt es sich nicht mehr um Trinkwasser und darf somit nicht mehr damit in Berührung kommen. Ein Rückfluss muss also verhindert werden. Um dies sicherzustellen, fließt das Wasser zunächst in einen Vorbehälter, der eine der oben aufgezälten Sicherheitseinrichtungen aufweist. Die Sicherheitseinrichtung sorgt schließlich dafür, dass es zu keinem Rückfluss kommt und das Nichttrinkwasser nicht mehr mit der Zulaufarmatur in Berührung kommen kann.



Trinkwasser-Trennstationen - ein Überblick

Wilo bietet Ihnen Trinkwasser-Trennstationen, die Sie bei Anwendungen von klein bis groß vollumfänglich unterstützen können. Alle unsere Trennstationen sind mit der Sicherheitseinrichtung AB ausgestattet, sodass Flüssigkeiten der Kategorie 5 problemlos vom Trinkwasser getrennt werden können.

So bieten wir Ihnen unter anderem leistungsstarke Kompaktstationen an, bei denen der Vorbehälter und die Pumpenanlage bereits im Auslieferungszustand zusammengabut sind.

Darüber hinaus können Sie aber auch per Baukastenprinzip Ihre Trennstation selbst zusammenstellen und montieren. Dazu kanne jede unserer Druckerhöhungsanlagen, die mit Trockenläufer-Hochdruckkreiselpumpen ausgestattet ist, mit einem Vorbehälter kombiniert und als Trennstation genutzt werden.


Microsite Trennstationen


Welches Trennstation-System ist das Richtige für mich?

Ob sich bei der Installation einer Trinkwasser-Trennstation ein fertiges Kompaktsystem oder das Baukastenprinzip besser für Sie eignet, hängt insbesondere von dem Anwendungsgebiet, den örtlichen Gegebenheiten sowie der gewünschten Flexibilität ab.


Vorteile der fertigen Kompaktanlagen

Die bereits zusammengesetzten Kompaktanlagen eignen sich insbesondere für folgende Anwendungsfälle:

  • Es herrschen beengte Platzverhältnisse.
  • Es ist eine einfache Installation gewünscht (Plug&Play).
  • Bei der Regenwassernutzung soll zusätzlich Frischwasser in die Anwendung gespeist werden, weil zum Beispiel die Regenwasserzisterne leer ist.

Vorteile des Baukastenprinzips

Das Baukastenprinzip eignet sich insbesondere wenn flexible Aufstellungsmöglichkeiten gewünscht sind. Beispiele dafür sind:

  • Der Tank soll sich in einem anderen Raum befinden als die Pumpenanlage.
  • Die Trennstation soll über Eck aufgestellt werden.
  • Es wird ein größeres Wasservolumen benötigt.


Fertigmontierte Kompaktstationen


Reine Trennstationen, z.B. für die Sportplatzbewässerung, Viehtränken oder Prozesswasseranwendungen



Regenwassernutzungsanlagen



Feuerlöschanlagen



Baureihen für das Baukastenprinzip


Druckerhöhungsanlagen



Feuerlöschanlagen



Vorbehälter