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Trinkwasser: Diese 6 Fakten werden Sie überraschen

05.02.2020 | Wissen

Wasserglas

Ein Burger. 25 Badewannen. Wie das zusammenhängt? Die Umweltorganisation WWF hat herausgefunden, dass bei der Herstellung eines Burgers 25 Badewannen voll Wasser verbraucht werden. Das entspricht rund 5.290 Litern Wasser. Wie viel Wasser verbraucht wohl ein Auto bei der Herstellung? Und wie alt ist unser Wasser eigentlich? Erfahren Sie 6 spannende Fakten rund um das wichtigste Lebensmittel der Welt!

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Fakt 1: 20.000 Liter Wasser für die Herstellung eines Autos

Ein fast beispielloser Wasserverbrauch: Die Herstellung eines PKW verbraucht mindestens 20.000 Liter Wasser. Ganz nach Art und Ausstattung des Fahrzeugs können sogar bis zu 300.000 Liter verbraucht werden. Zum Vergleich: Durchschnittlich trinkt ein Mensch im Laufe seines Lebens, also in rund 80 Jahren, 25.000 bis 30.000 Liter Wasser. Wir trinken in unserer Lebenszeit also etwas mehr Wasser als es ein Kleinwagen bei seiner Herstellung verbraucht.

Wird der Wasserverbrauch von industriellen Produkten bemessen, spricht man übrigens von virtuellem Wasser. Durch die Umrechnung des Wasserverbrauchs auf das Produkt lässt sich auch der eigene Wasser-Fußabdruck berechnen. Wasser sparen möchten unter anderem die Autohersteller Ford und Seat. Ford strebt sogar an, irgendwann beim Bau der Autos komplett auf Wasser zu verzichten. Bisher hat Ford eine Reduktion des Wasserverbrauchs von 62,5 Prozent erreicht, was einer Einsparung von mehr als 47 Litern Wasser entspricht.

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Fakt 2: Die Abwasserentsorgung ist teurer als unser frisches Trinkwasser

Was zunächst komisch klingt, macht beim genaueren Hinsehen sehr viel Sinn: Die Aufbereitung von Trinkwasser wird immer aufwendiger. Medikamente, Lacke, Motoröl oder Essensreste werden in Deutschland nicht selten über die Toilette entsorgt – ein riesiges Problem für die Wasseraufbereitung. Es wurden sogar schon Schuhe, Autoteile und Kleidungsstücke im Abwasser gefunden. Wird unser Abwasser weiterhin so stark verschmutzt, wird sich an den steigenden Abwasserkosten also so schnell nichts ändern. Dahingegen ist die Wassergewinnung kostengünstiger, da das Wasser aus Flüssen und Seen gewonnen wird und mit weniger Aufwand aufbereitet werden kann.

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Fakt 3: Wassersparer: Deutschland verbraucht pro Kopf 127 Liter am Tag

Vor 30 Jahren waren es noch 147 Liter: Der tägliche Wasserverbrauch in Deutschland ist in den letzten drei Jahrzehnten zurückgegangen. Im Jahr 2018 verbrauchten die Deutschen rund 127 Liter. Beim Wassersparen sind die Deutschen also fleißig. Dabei ist Deutschland eigentlich in einer recht komfortablen Lage: Wir haben trotz des Klimawandels durch regelmäßige Regenfälle (noch) genug Wasser. Dieses wird vor allem aus dem Grundwasser gewonnen. Dennoch: Wassersparen ist sinnvoll und richtig, vor allem beim Verbrauch von Warmwasser. So wird Energie beim Erhitzen des Wassers gespart, was der Umwelt und dem eigenen Geldbeutel zugutekommt.

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Fakt 4: Teure Verschwendung: Ein tropfender Wasserhahn kann 10.000 Liter Wasser pro Jahr verbrauchen

Zugegeben: Je nachdem wen man fragt, variieren die Aussagen zur Wasserverschwendung eines tropfenden Wasserhahns. Kein Wunder, denn wie viel Wasser „verloren geht“, hängt natürlich von der Tropfgeschwindigkeit des Hahns ab. Doch egal, wie schnell er tropft – Fakt ist: Tropfende Wasserhähne sollten zügig repariert werden. Ein Beispiel: Ein Wasserhahn, der 10 Mal pro Minute tropft, kostet mit einem Verlust von 262,8 Litern Wasser im Jahr (je nach Wasserversorger) über hundert Euro. Am Beispiel Baden-Württemberg, für das das statistische Bundesamt im Jahr 2016 auf 0,4 Cent pro Liter (inkl. Abwasser) kam, wären das 105,12 Euro im Jahr. Diese Kosten sind im Übrigen noch gering eingeschätzt: Wasserhähne können sehr viel schneller tropfen als nur 10 Mal pro Minute.

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Fakt 5: 98 Jahre im Ozean: Der Lebenszyklus eines Wassermoleküls

Die ersten Regenfälle auf unserer Erde gab es vor circa 4,2 Milliarden Jahren. Und tatsächlich ist unser Wasser noch viel älter als das. Beobachten wir ein Wassermolekül 100 Jahre lang, verbleibt es durchschnittlich 98 Jahre im Meer. 20 Monate davon ist es zu Eis gefroren. Zwei Wochen lang schwimmt es in Seen und Flüssen. Nur eine knappe Woche lang verbringt es in einer Wolke, als Dunst oder Niederschlag.

Unser globales Wasservorkommen bleibt dabei immer gleich. Allerdings verändert sich durch den Klimawandel die Verteilung: Mancherorts bleibt der Regen aus, wohingegen anderenorts monsunartige Regenschauer für Überschwemmungen sorgen. So kommt es dazu, dass 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu durchgängig verfügbarem Trinkwasser haben.

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Fakt 6: Das teuerste Wasser der Welt: Eine Flasche für 53.470 Euro

Es gibt sie: die Wasser-Sommeliers. Sie beurteilen Geschmack, Güte und die Zusammenstellung zum Menü. Bei Wasserflaschen, die gut und gerne 65 Euro kosten können, stellt sich allerdings die Frage: Wie teuer kann Flaschenwasser wirklich sein? Das Kuriose daran: Meist ist die Flasche der eigentlich kostbare Teil, nicht das Wasser selbst.

Für circa 53.470 Euro pro Flasche wird das Wasser mit dem Namen Acqua di Cristallo Tributo a Modigliani verkauft. Seinen Ursprung hat das Wasser an drei Orten der Welt: Frankreich, Fiji und Island. Doch auch hier ist das Wasser nicht der eigentliche Kostenfaktor: Die Flasche ist der wirklich wertvolle Gegenstand, die von einem Künstler gestaltet und mit fünf Milligramm von 23 karätigem Gold besetzt ist. Bei so einem Preisvergleich schmeckt unser Leitungswasser für durchschnittlich 0,2 Cent pro Liter gleich doppelt so gut.