Trinkwasser-Trennstation für Sprinkleranlagen

Trinkwasser-Trennstation Serie 300

  • Konformität: DIN EN 1717 / DIN 1988-600 DIN EN 12845¹ / DIN EN 12056 / DIN 14462
  • Hygienische Sicherheit für Betreiber, Planer und Ausführenden
  • Aufstellung unterhalb der Rückstauebene ohne redundante Hebeanlage möglich²
  • TÜV SÜD zertifiziert
  • DEKRA geprüft [172094181-01/02] akkreditierte Prüfgesellschaft in Deutschland
  • DVGW zertifiziert [AS-0625BT0575] akkreditierte Prüfgesellschaft in Deutschland
  • Integrierter geprüfter Zwischenbehälter
  • Gesamtaufstellungsfläche ab 0,64 qm

    ¹ DEKRA geprüft [172094181-01/02]
    ² nur mit Zusatzmodul Pumpen-Notentwässerung

Neues technisches Regelwerk für Sprinkleranlagen

Planung, Installation und Betrieb von Sprinkleranlagen wurden in der Fachwelt seit vielen Jahrzehnten kontrovers diskutiert. Wohl bestehen hochwertige Richtlinien aus der unterschiedlichsten Versicherungswirtschaft, ein einheitliches Regelwerk, das den allgemein anerkannten Stand der Technik abbildete, suchte man vergeblich.

Bestehende DIN-Normenwerke galten lange Zeit als unzureichend. Um endlich Klarheit, Planungs- und Rechtssicherheit zu ermöglichen, wurde 2004 auf der gesamten europäischen Ebene die EN 12845 „Automatische Sprinkleranlagen-Planung, Installation und Instandhaltung“ als verbindliches Regelwerk eingeführt. Im Juli 2009 erfolgte die Freigabe zur nationalen DIN EN 12845 durch den zuständigen DIN Normenausschuss.

Heute, nach europaweiter Anwendung, werden die anerkannten Regeln der Technik für Sprinkleranlagen einheitlich durch die DIN EN 12845 bestimmt, die unter Mitwirkung aller national beteiligten Fachkreise konzipiert wurde.

Ausführungsbeispiele Trinkwasser Trennstation Serie 300

WILO-GEP Fire-S Typ C324

Wilo-GEP Fire-S Typ C324 mit Vollverkleidung

Wilo- GEP Fire-S Typ C326

Kombinierte Wasserversorgung

Als kombinierte Wasserversorgung wird eine Wasserversorgung bezeichnet, die in Summe gleichzeitig unterschiedliche Löschwassereinrichtungen, wie z. B. Sprinkleranlagen, Wand- und Außenhydranten, versorgt.

Die zusätzliche Wasserentnahme ist in der hydraulischen Berechnung entsprechend zu berücksichtigen. Ein gleichzeitiger Gebrauch der unterschiedlichen Löschwasseranlagen ist nachzuweisen.

Die Geräteauswahl ist stark abhängig vom Verhältnis zwischen Löschwasservolumenstrom für Hydranten und Volumenstrom bzw. Wasserbeaufschlagung für die Sprinkleranlage.

Ist der benötigte Volumenstrom für die Sprinkleranlage größer als der für die Hydrantenversorgung, ist bei stark abweichenden Druckverhältnissen eine separate Pumpenanlage innerhalb der Trinkwasser-Trennstation zu wählen.

Arten der Wasserversorgung nach Risikoklassen

Grundlagen für die Auswahl der Wasserversorgung sind die Risikoklasse und die Anzahl der Sprinkler. Für Anlagen mit Personenschutz wird grundsätzlich eine erhöhte Zuverlässigkeit gefordert.

Einfache Wasserversorgung

Redundanz Stufe 0

LH ≤ 2.000 Sprinkler
OH ≤ 1.000 Sprinkler
HHP/HHS ≤ 100 Sprinkler

Mit erhöhter Zuverlässigkeit Redudanz Stufe II

LH ≤ 2.000 Sprinkler
OH ≤ 3.000 Sprinkler
HHP/ HHS ≤ 100 Sprinkler

Doppelte Wasserversorgung

Redundanz Stufe II

LH ≤ 20.000 Sprinkler
OH ≤ 10.000 Sprinkler
HHP / HHS ≤ 5.000 Sprinkler

Risikoklassen

LH – Leichtes Risiko, OH – Normales Risiko, HHP / HHS – Hohes Risiko

Mit erhöter Zuverlässigkeit Redundanz Stufe II + z.B. DLW

LH > 20.000 Sprinkler
OH > 10.000 Sprinkler
HHP / HHS > 5.000 Sprinkler

Doppelte Wasserversorgung- Anwendungsbeispiele

1. Anwendung

Zwei unabhängige Netzeinspeisungen aus dem öffentlichen Trinkwassernetz

3. Anwendung

Netzeinspeisungen aus dem öffentlichen Trinkwassernetz und aus einer Zisterne

2. Anwendung = OH

Einspeisung aus dem öffentlichen Trinkwassernetz und Druckluft-Wasserbehälter

4. Anwendung = OH

Einspeisung aus einem Brunnen und aus einem Druckluft-Wasserbehälter

Pumpenprobierleitung

Um die hydraulische Leistungsfähigkeit der Trinkwasser-Trennstation im Rahmen des manuellen fortlaufenden Prüfintervalls zu gewährleisten, ist bauseitig eine Prüfleitung vorzusehen.

Diese wird auch als Pumpenprobierleitung bezeichnet.

Ein Geräteanschluss zur Rückführung des Volumenstroms in den Zwischenbehälter ist in der Trinkwasser-Trennstation integriert.

Bei bauseitigem Anschluss der Pumpenprobierleitung empfiehlt WILO IndustrieSysteme nachfolgende Installationsmaße einzuhalten.

Die Dimension der bauseitigen Pumpenprobierleitung ist mindestens auf den maximalen Volumenstrom einer Pumpe auszulegen.

Die Strömungsgeschwindigkeit in der Probierleitung sollte 6 m/s nicht überschreiten. Messstrecke und Messeinrichtung sind in der gleichen Dimension auszuführen.

Bei der Ermittlung des Fließdruckes empfiehlt WILO IndustrieSysteme, diesen am Gerätedisplay der Trinkwasser-Trennstation abzulesen.

Der Messwert wird direkt am Messumformer hinter der Pumpe ermittelt.
Als Regelarmatur (1) sollte ein Schieber Verwendung finden.

Abb.: Praxisbeispiel einer bauseitigen Pumpenprobierleitung mit
Anschluss an einen Zwischenbehälter von WILO IndustrieSysteme

Automatische Abschottung

Das Zusatzmodul „Automatische Abschottung“ ermöglicht im Brandfall nach DIN 1988 relevante Trink- und Betriebswasserverbraucher automatisch abzuschalten.
Bei Auslösung der Trinkwasser-Trennstation wird die Armatur für 2 Stunden automatisch geschlossen.

Somit steht der volle Volumenstrom trink-und betriebswasserseitig für die Löschwasserversorgung zur Verfügung. Die Armaturen werden über das Zusatzmodul „Automatische Abschottung” wöchentlich geschalten.

¹ Nur mit Zusatzmodul Druckhaltepumpe und nur bei Bestandsanlagen; nach DIN 14462 in Neuanlagen nicht zulässig

Drehzahlregelung / CR-Regelung

Der Versorgungsdruck in Löschwasserleitungen ist normativ auf 8 bar begrenzt. Bei Anlagen mit einem Betriebspunkt von 8 bar wird dieser in Richtung Null-Fördermenge überschritten. Das Zusatzmodul Drehzahlregelung ermöglicht es, als energetisch günstigste Regelungsart einen defi nierten und individuell gewählten Anlagendruck im System zu fahren.

Alternativ zur Drehzahlregelung realisiert das Zusatzmodul CR-Regelung mit einer klassischen Überströmtechnik Versorgungsdrücke über 80 Meter auszuschließen. Dieses System ermöglicht es über einen Pumpenbypass im Nebenstromverfahren eine definierte Wassermenge im Kreislauf zu leiten um die Druckgrenze von max. 8 bar sicherzustellen.

Pumpenkennlinie mit Drehzahlregelung

Pumpenkennlinie mit CR-Regelung

Löschwassereinspeisung durch Feuerwehr-Fremdwassereinspeisung

Im Regelwerk der DIN EN 12845 ist bislang die Forderung nach einer Notstromversorgung nicht eindeutig geregelt. Praktisch hat sich in Deutschland durchgesetzt, dass bei OH-Risiko und einer Anlagengröße mit weniger als 5000 Sprinklern auf eine Notstromversorgung verzichtet werden kann. Im Besonderen bei der kombinierten Wasserversorgung kann in Abstimmung mit der Brandschutzbehörde objektbezogen eine Notstromversorgung durch eine Fremdwassereinspeisung der Feuerwehr entfallen.

Fremdwassereinspeisungen in Betriebswasseranlagen, welche in Verbindung zum Trinkwassernetz stehen, sind nach Gesetzgebung¹ ausschließlich über eine Trinkwasser-Trennstation mit „Freiem Auslauf“ abzusichern.

Die Zusatzausstattung Löschwassereinspeisung gewährt über die Einspeisearmaturengruppe von WILO IndustrieSysteme eine sichere externe Löschwasserzuführung und automatischer Entleerung.

Beispiel kombinierte Wasserversorgung mit OH-Risiko bis 5.000 Sprinkler
Trinkwasser-Trennstation Serie 300 der C-Klasse

  • LH – OH bis 5000 Sprinkler: Einfache Energieversorgung
  • LH – OH ab 5000 Sprinkler: Doppelte Energieversorgung
  • HH: Doppelte Energieversorgung

¹ Trinkwasserverordnung (TrinkwV), DIN EN 1717, DIN 1988

Löschwassereinspeisung für Feuerwehr in Nassleitungen nach DIN 14462 mit automatischer Entleerung

Unterputzschrank

  • Einspeiseschrank DIN 14461 mit Feuerwehrschloss DIN 14925 und Schlauch- sowie Blindkupplung, einschließlich Armaturenstrecke zur Montage im Gebäude mit Rückschlagventil und automatischer Entleerung
  • B-Kupplung mit Übergang auf 2" IG aus Aluminium zur Montage im Unterputzschrank B x H x T 400 mm x 500 mm x 180 mm
  • Stahlblech verzinkt, pulverbeschichtet RAL 3001, mögliche Anschlussposition oben oder unten
  • Armaturenstrecke mit Rückschlagventil zur automatischen, hydraulischen Entleerung, min. statischer Druck 0,3 bar

Aufputzschrank

  • Einspeiseschrank DIN 14461 mit Feuerwehrschloss DIN 14925 und Schlauch- sowie Blindkupplung, einschließlich Armaturenstrecke zur Montage im Gebäude mit Rückschlagventil und automatischer Entleerung
  • B-Kupplung mit Übergang auf 2" IG aus Aluminium zur Montage im Unterputzschrank B x H x T 400 mm x 500 mm x 180 mm
  • Stahlblech verzinkt, pulverbeschichtet RAL 3001, mögliche Anschlussposition oben oder unten
  • Armaturenstrecke mit Rückschlagventil zur automatischen, hydraulischen Entleerung, min. statischer Druck 0,3 bar

Löschwassereinspeisung ohne Schrank, mit Anschluss unten

Einspeiseschrank mit Anschluss oben

Nass-Trocken Modul

Für den Einsatz bei besonderen hygienischen Anforderungen oder für die Verwendung bei bestehender Frostgefahr haben wir unsere Sonderlösungen mit Nass-Trocken-Modul entwickelt.

Nass-Trocken-Modul im Detail

Nass-Trocken-Anlage entleert

Nass-Trocken-Anlage geflutet

Vorteile

  • Kosteneffektiv
  • Frostsicherheit
  • Automatischer Testlauf wöchentlich
  • Geringe Spülwasserverluste
  • Höchste hygienische Sicherheit

1 Automatisches Spülventil
2 Automatisches Entleerungsventil
3 Belüftungsventil
A Automatische Füll- und Entleerstation
B Absperrarmaturen
C Rückflussverhinderer
D Steuerung automatische Füll- und Entleerstation

Notstrombereitstellung für die Löschwasserversorgung

Die Kompaktbauweise des Zusatzmodules Notstromversorgung (NF) ermöglicht die redundante Energieversorgung von Löschwasseranlagen.
Die robuste Gerätekonstruktion gestattet eine dauerhafte Aufstellung im Außenbereich.

Die unter anderem im Zusatzmodul NF integrierte Software gewährleistet einen automatischen wöchentlichen Geräteanlauf zur Erhöhung der Betriebssicherheit.
Mit einem permanenten Netzanschluss des öffentlichen Energieversorgers über 230 V sichert die integrierte Steuerung die Batterieerhaltung.

Um eine hohe Versorgungssicherheit auch im Hinblick auf die angeschlossenen sicherheitsrelevanten elektronischen Steuergeräte zu erhalten, sind die Maschinen zusätzlich mit einer Spannungsregelung ausgestattet.

Diese gewährt unabhängig vom Lastfall eine Nennspannungstoleranz von + / –1 %.

Ausstattungsmerkmale

  • Dualfrequenz Regelung / ∆ Nennspannung +/- 1 %
  • Schallgedämpftes Gehäuse
  • Rahmen mit geschlossener Bodenwanne
  • Doppelluftfilter
  • Doppelkraftstofffilter/Diesel
  • Batterieladegerät, Ladeüberwachung
  • Motor- und Kühlwasserheizung
  • Inklusive Netzumschaltgerät (beiliegend)

Abbildungen können in Farbe und Ausführung abweichen.

Pumpen-Notentwässerung

Die Aufgabe: Sichere Entwässerung

Eine Installation von Sicherungseinrichtung für Betriebs- und Löschwasseranlagen wie Trinkwasser-Trennstationen oder Nass-Trocken-Stationen ist nach dem geltenden Normenwerk wie z. B. DIN EN 1717 nur in überflutungssicheren Räumen möglich. Hier ist zu berücksichtigen, dass die Forderung nach Überflutungssicherheit nicht mit rückstausicher zu verwechseln ist.

Bei Entwässerungsanlagen, bei denen der Abwasserzufluss nicht unterbrochen werden darf, ist eine Doppelhebeanlage entsprechend dem Anwendungsfall nach DIN EN 12050-1 bzw. DIN EN 12050-2 einzubauen.

Standard

Für die Verwendung einer Trinkwasser-Trennstation schreiben die DIN 1988, DIN 12056 und DIN 14462 eine sichere Entwässerung der maximal anfallenden Wassermengen über einen Notüberlauf und eine Geräteaufstellung oberhalb der Rückstauebene oder in überflutungssicheren Räumen vor.


Aufstellung unterhalb der Rückstauebene nur im überflutungssicheren Aufstellungsraum!

Funktion Überlauf eines freien Auslaufs AB bei verschlossenem Notüberlauf

Beispiele für nicht überflutungssichere Räume

Lösungen Geräteaufstellung: Oberhalb der Rückstauebene / Unterdruckentwässerung

Bei Anspringen des Notüberlaufs erfolgt die Entwässerung im Unterdrucksystem nach DIN 12056 Teil 3 mit einer bauseitigen Druckleitung DN 80.
Die Anbindung der Druckleitung sollte mindestens DN 100 für einen Entwässerungsvolumenstrom von > 50 m³/h (reduzierbar bis max. Löschwasservolumenstrom) betragen.

Der Siphon ist in der Trinkwasser-Trennstation von WILO IndustrieSysteme integriert.

Bevorzugt und am sichersten ist es, die anfallenden großen Wassermengen über die Standard-Druckentwässerung mit Siphon und ohne Hilfsenergie in das nachgeschaltete bauseitige Kanalnetz abzuführen.

Voraussetzung hierfür ist ein ausreichender objektbezogener Kanalanschluss oder die Möglichkeit einer Entwässerung auf eine Freifläche.
Ein geeigneter Geruchsverschluss ist in der Trinkwasser-Trennstation von WILO IndustrieSysteme bereits integriert.

Details aus der Montageanleitung

Mehrfachanschluss

Vorlagebehälter, Zwischenbehälter, Behälter, die für Volumenströme über 50 m³/h geeignet sind, verfügen über mehrere Unterdruckentwässerungssysteme mit Siphon. Diese befinden sich an der Rückseite des Gerätes und sind zu dem um 1 cm horizontal versetzt angeordnet.

Teilanschluss von Notüberläufen

Die Leistung eines Notüberlaufanschlusses mit Siphon beträgt ca. 50 m³/h. Produktionsbedingt werden die Vorlagebehälter mit der maximalen Anzahl von Notüberlaufanschlüssen ausgestattet. Werden bedingt durch die objektbezogene Löschwassermenge nicht alle Anschlüsse benötigt, so sind die am tiefsten gelegenen Anschlüsse zuerst anzubinden und die verbleibenden durch Endkappen zu verschließen.

Anschlussbedingungen Unterdruckentwässerung

Bilder aus der Praxis

Bei der Geräteaufstellung oberhalb der Rückstauebene ist bei der Anbindung des Notüberlaufs mit Siphon auf ein hydraulisch ausreichendes nachgeschaltetes Kanalnetz zu achten. EN 12056 schreiben die Ableitung der maximal anfallenden Abwassermengen (z. B. 18 m³/h) bei einem Teilfüllungsgrad der Grundleitung vor. Praktisch in den seltensten Fällen anwendbar.

Entwässerung auf Freifläche

Lösungen Geräteaufstellung: Unterhalb der Rückstauebene / Pumpen-Notentwässerung

Die Installation von Sicherungsarmaturen unterhalb der Rückstauebene verlangt nach o. g. Normenwerken unter beson­derer Hervorhebung eine Aufstellung in überflutungssicheren Räumen. Als überflutungssicheren Aufstellungsort versteht man im Allgemeinen die vollständige Entwässerung aller möglich und maximal anfallenden Wässer (z. B. 18 m³/h) über eine kostenaufwendige redundante Hebeanlage¹ abzuleiten. Ein Rückstauverschluss in Grundleitungen ist in diesem Zusammenhang nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeschlossen.

Ist bauseitig keine Standard-Notentwässerung oder keine Aufstellung oberhalb der Rückstauebene möglich, kann alternativ auf das Verfahren von WILO IndustrieSysteme „Pumpen-Notentwässerung“ zurückgegriffen werden. Bei dieser Technologie werden in der Druckleitung Flut-Ventile geöffnet, die bei einem kritischen Wasserpegel im Vorlagebehälter der TrinkwasserTrennstation die maximal anfallenden Wassermengen ableiten. Die Abblasöffnung der Flut-Ventile kann in ein ausreichendes Kanalnetz oder als Freileitung nach außen geführt werden.

Sicherheit

Bei Betätigung der Ventile von Hand oder bei tatsächlich kritischem Wasserspiegel im Vorlagebehälter kommt es zum Austritt größerer Wassermengen an der Ventil-Abblasöffnung. Dabei ist sicherzustellen, dass Schäden an Personen und Sachwerten vermieden werden.

Die Alternative

Trinkwasser-Trennstationen von WILO IndustrieSysteme

Anschluss an das Entwässerungsnetz

Standardfall Entwässerung in Kanalnetz oder Schachtbauwerk

Bei weiten Entfernungen kann die Elektrozuleitung durch ein externes Standard-Elektronetz erfolgen.

Sind durch unterschiedliche Zusatzmodule mehr als zwei Drucklufterzeuger vorhanden, sollte das gesamte System im Aufstellungraum mit nur zwei Drucklufterzeugern ausgestattet werden. Die Verwendung von bauseitiger Druckluftversorgung ist möglich.

Stauraumbedarf / Rohrinhalt

Sonderlösung: Entwässerung auf Freifläche

Werden Notüberläufe auf Freiflächen geführt, wird im Regelfall seitens des Bauherren erwartet, dass ein Wasseraustritt nur im Notfall erfolgt. Gleichfalls ist es praktisch erforderlich, Funktionstests durchzuführen oder das Wasser der wöchentlich vorgeschriebenen Hygienespülung¹ der Geräteanschlussleitung abzuführen. In der Installationstechnik wird dies über einen kleinen künstlichen Stauraum gelöst. Rohrsysteme aus Gussrohr, PE- oder verzinktem Stahlrohr mit Victaulic-System bieten hierzu ideale Voraussetzungen. Die Entleerung des Stauraums kann dann innerhalb des Gebäudes mit einem Nenndurchmesser DN 10 in die häusliche Entwässerung erfolgen.

Die Spülwassermenge ist bei der Dimensionierung des Stauraumbedarfs zu beachten.

Sp = vL × lL × n (Sp = Spülvolumen, vL = spezifisches Volumen – Anschlussleitung, lL = Leitungslänge,
n = 1-facheroder 3-facher Wasseraustausch in der Anschlussleitung)

¹ Die geforderte Spülung nach DIN 1988-600
(1 × pro Woche 3-facher Leitungsinhalt) kann zur Reduzierung der momentanen Spülwassermenge nach VDI / DVGW 6023 (alle 72 h, einfacher Leitungsinhalt) auf mehrere Zyklen pro Woche verteilt werden.

² Stauraum Nutzvolumen siehe Tabelle

Bilder aus der Praxis

Entwässerung auf Freifläche

Auslaufbauwerk auf Gehweg, Gefahr der Eisbildung

Integration in Fassade – Ableitung auf Freifläche

Integration im Dach – Ableitung auf Dach

Redundanz

Fordern Sie die richtige Redundanz für Ihr Objekt

Als Redundanz wird die Mehrfachauslegung technischer Geräte zum Schutz vor Ausfallerscheinungen bezeichnet. Unterschieden wird z. B. in symmetrische und asymmetrische Redundanz. Im Gegensatz zu symmetrisch geschützten Anlagen erfolgt die Absicherung bei asymmetrischer Redundanz durch den Einsatz unterschiedlicher Teilsysteme verschiedener Zulieferer.

Die technische Ausstattung von Löschwasseranlagen in Hochhäuser unterliegt in der Regel dem Landesbaurecht. Ein Großteil der Bundesländer mit signifikantem Hochhausanteil haben bereits die Hochhausmusterrichtlinie in 2008 im Landesbaurecht verankert. Für den Anwender ist zu berücksichtigen, dass die Hochhausrichtlinie mit der amtlichen Kommentierung Anwendung findet.

Anforderungen für Hydrantenanlage

Hinsichtlich der Hydrantentechnik wird in Hochhäusern ausschließlich die höchste Verfügbarkeit mit nassen Wandhydranten Typ F gefordert. Zusätzlich wird eine redundante Ausführungsart der Trinkwasser-Trennstation verlangt. Nach Protokoll¹ wird unter Redundanz neben der doppelten Energieversorgung die doppelte Verfügbarkeit aller relevanten Mess-, Steuer- und Regelungsglieder verstanden. Eine Ersatzpumpe ist unzureichend.¹

Umluftkühlung

Aufgabenstellung

Mit Hinblick auf den Aufstellungsraum von Trinkwasser-Trennstationen für die Löschwasserversorgung ist der Berücksichtigung der Maximal-Raumtemperatur besondere Bedeutung beizumessen.In der Löschwasserversorgung werden in der Regel Pumpen mit größerer elektrischer Leistung eingesetzt, bei deren Betrieb Abwärme zwischen 10 % und 20 % der Nennleistungen entsteht.Rechnerisch ist nachzuweisen, dass bei der vorgegebenen Betriebszeit der Löschwasseranlage die maximal zulässige Raumtemperatur, z. B. + 30 °C, nicht überschritten wird.Praktisch wird in diesem Zusammenhang der Betreiber lüftungs- und brandschutztechnisch vor große Herausforderungen gestellt.

Umgebungstemperatur bei Innenraumaufstellung

Die Raumtemperatur von Aufstellungsräumen für elektrische Anlagen ist in den unterschiedlichsten Normenwerken definiert.

Nach DIN EN 60439-1 darf die Umgebungstemperatur nicht höher als +40 °C und ihr Mittelwert über eine Dauer von 24 Stunden nicht höher als +35 °C betragen. Die untere Grenze der Umgebungstemperatur befindet sich bei -5 °C (mit Verkleidung).

Grenzen klassischer Lösungen

Klassische Lüftungssysteme, wie Splittanlagen oder einfache Abluftsysteme, können meist aus brandschutztechnischer Sicht nicht eingesetzt werden. Kommt es z. B. bei einem klassischen Ab- und Zuluftsystem zu einem Brandfall außerhalb des Aufstellungsraums, verhindern oftmals Brandschutzklappen das sichere Nachströmen der Luft. Auch Splittgeräte sind bei vorstehender Betrachtung meist ungeeignet.

Die Lösung

Bei WILO IndustrieSysteme wird diese Herausforderung durch eine Umluftkühlanlage gelöst, die die notwendige Kühlleistung durch das sichere Löschwasser realisiert. Stellt sich z. B. durch Betrieb der Löschwasseranlage eine kritische Raumtemperatur im Aufstellungsraum ein, öffnet eine Zusatzarmatur und die automatische Umluftkühlung wird zugeschaltet. Das als Kühlmedium verwendete Betriebswasser wird über einen bauseitigen Siphon in das Kanalnetz abgeschlagen. Ein wöchentlicher Funktionstest gewährleistet den Betrieb der Umluftkühlung im Einsatzfall.

Übersicht Umluftkühlgeräte, max. Raumtemperatur 30 °C

Bilder aus der Praxis: Umluftkühlung

Container- / Schachtaufstellung

Ober- und Unterflurausführung

In größeren Liegenschaften ist es oft Aufgabe des Fachplaners, die Betriebs- und Löschwasserversorgung bereits an der Grundstücksgrenze abzutrennen. Oft sollen hierzu Zählerschächte verwendet werden, die sich an der Grundstücksgrenze befinden. Bedingt durch die geringen Abmaße der Trinkwasser Trennstationen ist es möglich, diese in Bauwerke zu integrieren.

Praktisch unterscheidet man die Integration der Trinkwasser Trennstation in Ober- und Unterflurbauwerke.

Bei der Unterflurvariante bleibt für den Betrachter nur noch die Einstiegsöffnung sichtbar. Spezielle Technologien ermöglichen es, die Aufstellung der Geräte unterhalb der Rückstauebene in kleinsten Aufstellungsräumen zu realisieren.

Die Oberflurvariante bietet hingegen eine preiswerte Lösung an, die oft auch als Interimlösung Anwendung findet. In einem fertig vormontierten Beton- oder Containerbauwerk ist die Trinkwasser Trennstation steckfertig montiert. Bei Betoneinhausungen ist es auch üblich, in einem abgetrennten Bereich die Transformatorenstation der Liegenschaft mit zu integrieren.

  • Steckfertig
  • Rostfrei
  • Transportabel

Trinkwasser-Trennstation, Unterflur

Trinkwasser-Trennstation, Oberflur