Trinkwasser-Trennstation für Wand- und Außenydranten

Trinkwasser-Trennstation Serie 300

  • Hygienische Sicherheit für Betreiber, Planer und Ausführenden
  • Aufstellung unterhalb der Rückstauebene ohne redundante Hebeanlage möglich¹
  • TÜV SÜD zertifiziert
  • DEKRA geprüft [172094181-02] akkreditierte Prüfgesellschaft in Deutschland
  • DVGW zertifiziert [AS-0625BT0575] akkreditierte Prüfgesellschaft in Deutschland
  • Integrierter geprüfter Zwischenbehälter
  • Gesamtaufstellungsfläche ab 0,64 qm

    ¹ nur mit Zusatzmodul Pumpen-Notentwässerung

Ausführungsbeispiele WILO-GEP Fire-H Serie 300 für Wandhydranten

WILO-GEP Fire-H Typ C324

Wilo-GEP Fire-H Typ C324 mit Vollverkleidung

Wilo- GEP Fire-H Typ C326

Elektrische Anschlussbedingungen / Sicherungen

Die Dimension der Hauptzuleitung (A) hat nach dem Bemessungsstrom zu erfolgen. Dieser wird in der Regel für sicherheitsrelevante Anlagen abweichend von der üblichen häuslichen Installation auf den 1,5-fachen Nennstrom ausgerichtet (siehe Bemessungsstrom).

Der anlagenbezogene Bemessungsstrom ist am Typenschild der Schaltgerätekombination abzunehmen.


Ausführungsbeispiel für den Elektroanschluss der Löschwasser-Druckerhöhungsanlage an die Niederspannungshauptverteilung

A Hauptzuleitung
B elektrische Zuleitung zur Schaltgerätekombination
C Motor Löschwasserpumpe
D elektrische Zuleitung von Schaltgerätekombination zum Klemmbrett Motor

1 Hauptischerung
2 Sicherung für Löschwasseranschluss
3 Sicherung für andere Verbraucher
4 Lasttrennschalter optional für Löschwasseranlage
5 Hauptschalter optional für andere Verbraucher


Der Stromzuführung für sicherheitsrelevante Systeme, wie Löschanlagen darf kein Hauptlasttrennschalter vorgeschalten sein. Der Anschluss ist in der Niederspannungshauptverteilung abzusichern (2). Vor dieser ist nur eine Absicherung (1) zulässig. Die Verwendung von Lasttrennschaltern (4) ist optional.

Im Weiteren ist für sicherheitsrelevante Anlagen zu berücksichtigen, dass:

  • RCD-Geräte (FI- oder Schutzschalter) nicht zulässig sind
  • Die elektrische Zuleitung nach der Leitungsanlagenrichtlinie mit Funktionserhalt für mind. 90 Minuten auszuführen ist

Eine fachmännische Prüfung vor Inbetriebnahme muss sicherstellen, dass die geforderten elektrischen Schutzmaßnahmen vorhanden sind. Der elektrische Geräteanschluss darf nur durch Elektrofachkräfte unter Beachtung der örtlichen Netzverhältnisse vom EVU ausgeführt werden. Durch dieses ist nach VDE 0100 Teil 600 für alle Niederspannungs-, Schalt- und Verteileranlagen eine Inbetriebnahmeprüfung durchzuführen und zu dokumentieren.

Sicherungen

Vorsicherungen sind nach dem Anlagen-Bemessungsstrom für den Überlastschutz zu bestimmen. Grundsätzlich sind Sicherungen mit einer trägen Auslösecharakteristik zu verwenden. Umgangssprachlich werden diese als Hochleistungssicherungen bezeichnet. Die Auslösekennlinie stellt bezogen auf die jeweilige Auslösecharakteristik das Zeit- / Stromverhalten eines Sicherungsautomaten dar.

WILO IndustrieSysteme empfiehlt NH-Schmelzsicherungen mit der Auslösecharakteristik bzw. Betriebsklasse gG (alte Bezeichnung: gL) zu verwenden.

Handelsübliche Sicherungsgrößen in A
2 4 6 10 16
20 25 32 35 40
50 63 80 100 125
160 200 250 315 400
500 630 800 1000 1250

Elektrische Leistung

Elektrische Leistung

Die benötigte elektrische Leistung der Trinkwasser Trennstation wird hauptsächlich durch den Leistungsbedarf der Pumpen und den Kompressor bestimmt. Aus den Geräteangaben bzw. dem Ausschreibungstext sind die Anzahl der Pumpen, die elektrische Leistung der einzelnen Förderaggregate und die Pumpenredundanz zu entnehmen.

Anschlüsse

  • Anschluss Trinkwasser: DN 150/PN 10
  • Abgang Betriebs-, Löschwasser: DN 150/PN 10
  • Notüberlauf mit Geruchsverschluss: 4 x DN 100
  • Entwässerungsleistung: 4 x 50,00 m³/h
  • Anzahl der Nachspeiseventile: 1,00 Stück
  • Anzahl der Pumpen: 3,00 Stück
  • Davon Anzahl Reservepumpen: 1,00 Stück
  • Maximaler Volumenstrom je Pumpe: 120,00 m³/h

  • Maximale Förderhöhe: 81,00 m
  • Trinkwasserversorgungsart: Vollversorgung
  • Eignung für zusätzliche Betriebswasserverbraucher wie WC´s: bedingt
  • Motorleistung P2 je Pumpe: 18,50 kW
  • Nennstrom je Pumpe: 31,50 A
  • Netzanschluss: 400 V/50 Hz
  • Redundanz-Stufe: Ø o symmetrisch
  • Maximale Raumtemperatur: 40,00 °C
  • Kompressor *: 230 V, 1,5 KW

*230 Volt-Kompressoren belasten nur eine Phase, folglich können an den 400 V-Anschluss der Trinkwasser-Trennstation ohne Erhöhung des Gesamtstrombedarfs zwei weitere Kompressoren betrieben werden.

In der Standardausführung ist anzunehmen, dass bei Leistungsbedarf alle Pumpen zuschalten. Die Zuschaltung der einzelnen Motoren erfolgt kaskadiert.

Anlaufstrom bzw. Einschaltstrom

Anlaufstrom bzw. Einschaltstrom

"Als Einschaltstrom bezeichnet man den elektrischen Strom, der unmittelbar nach dem Einschalten eines elektrischen Verbrauchers fließt. Er unterscheidet sich vom Nennstrom ..."

Die Höhe des Einschaltstromes wird im Wesentlichen von der Art der Motoreneinschaltung beeinflusst.

Nennstrom

Nennstrom

"Nennstrom ist bei elektrischen Geräten der aufgenommene Strom, wenn das Gerät mit der Nennspannung versorgt wird und seine Nennleistung abgibt."

Bemessungsstrom

Bemessungsstrom

Nach VDE 0100 werden Leitungssicherungen und die elektrischen Zuleitungen nach dem einfachen Nenn- bzw. Bemessungsstrom ausgelegt. Der Nennstrom wird bei Druckerhöhungsanlagen hauptsächlich durch den Nennleistungsbedarf der Pumpen bestimmt. Der daraus resultierende Bemessungsstrom wird durch Aufrunden vom Nennstromwert auf handelsübliche Sicherungsgrößen bestimmt. (Beispiel nach VDE 0100: Nennstrom 12 A = Bemessungsstrom 16 A)

Für sicherheitsrelevante Anlagen hat sich in der praktischen Umsetzung und in Anlehnung an die Richtlinien für Sprinkleranlagen, die Ermittlung des Bemessungsstromes nach dem 1,5-fachen Motoren-Nennstrom durchgesetzt (Beispiel: Nennstrom 12 A x 1,5 = 18 A, Bemessungsstrom 20 A).

Bemessungsstrom bei Mehrpumpenanlagen

Bemessungsstrom bei Mehrpumpenanlagen

Bei Mehrpumpenanlagen ist bei der Dimensionierung der Hauptzuleitung (A), abgehend von der Niederspannungshauptverteilung bis zum Pumpenschaltschrank, die Ausfallwahrscheinlichkeit zu berücksichtigen.

Aus technischer Sicht wird für die Redundanzbetrachtung der Grundsatz angewandt, dass zu einem Zeitpunkt der Ausfall nur eines relevanten Bauteils zu berücksichtigen ist. Dieser Umstand ist auch bei der Größenbestimmung der Anschlussleistung bzw. des Anlagen-Bemessungsstroms einzubeziehen. Sind mehrere Pumpen zum Erreichen des erforderlichen Förderstroms notwendig, ist eine Pumpe auf das 1,5-fache und die anderen Pumpen auf den einfachen Nennstrom anzurechnen. Für frequenzgestartete Pumpen ist der Nennstrom gleich dem Bemessungsstrom bzw. ein Faktor von 1,0 zu berücksichtigen. Gesperrte Pumpen, die nur im Redundanzfall anlaufen, werden bei der Leistungsberechnung nicht einbezogen.

Automatische Abschottung

Das Zusatzmodul „Automatische Abschottung“ ermöglicht im Brandfall nach DIN 1988 relevante Trink- und Betriebswasserverbraucher automatisch abzuschalten.
Bei Auslösung der Trinkwasser-Trennstation wird die Armatur für 2 Stunden automatisch geschlossen.

Somit steht der volle Volumenstrom trink- und betriebswasserseitig für die Löschwasserversorgung zur Verfügung. Die Armaturen werden über das Zusatzmodul „Automatische Abschottung” wöchentlich geschalten.

  • Automatische Absperrung
  • Keine Kabelverlegungen zu Hydranten
  • Tägliche Ansteuerung der automatischen Abschottung


Löschwasserleitungen einschließlich der Abzweigungsleitungen
in Fließrichtung sind bis zur automatischen Abschottung aus
metallischen Werkstoffen zu verlegen

¹ Nur mit Zusatzmodul Druckhaltepumpe und nur bei Bestandsanlagen; nach DIN 14462 in Neuanlagen nicht zulässig

Drehzahlregelung / CR-Regelung

Der Versorgungsdruck in Löschwasserleitungen ist normativ auf 8 bar begrenzt. Bei Anlagen mit einem Betriebspunkt von 8 bar wird dieser in Richtung Null-Fördermenge überschritten. Das Zusatzmodul Drehzahlregelung ermöglicht es, als energetisch günstigste Regelungsart einen defi nierten und individuell gewählten Anlagendruck im System zu fahren.

Alternativ zur Drehzahlregelung realisiert das Zusatzmodul CR-Regelung mit einer klassischen Überströmtechnik Versorgungsdrücke über 80 Meter auszuschließen. Dieses System ermöglicht es über einen Pumpenbypass im Nebenstromverfahren eine definierte Wassermenge im Kreislauf zu leiten um die Druckgrenze von max. 8 bar sicherzustellen.

Pumpenkennlinie mit Drehzahlregelung

Pumpenkennlinie mit CR-Regelung

Löschwassereinspeisung / Ersatz für Notstromversorgung

Die DIN 14462 fordert seit 2012, unabhängig von einer vorhandenen Sicherheitsstromversorgung für alle Löschwasseranlagen mit integrierten Pumpen, eine Einspeisemöglichkeit nach DIN 14461-2 durch die Feuerwehr. Zur sicheren Funktion ist diese dauerhaft für die Feuerwehr frostsicher zu halten.

Fremdwassereinspeisungen in Betriebswasseranlagen, welche in Verbindung zum Trinkwassernetz stehen, sind nach Gesetzgebung¹ ausschließlich über eine Trinkwasser-Trennstation mit „Freiem Auslauf“ abzusichern.

Die Zusatzausstattung Löschwassereinspeisung gewährt über die Einspeisearmaturengruppe von WILO IndustrieSysteme eine sichere externe Löschwasserzuführung und automatischer Entleerung.

¹ nur mit Zusatzmodul Druckhaltepumpe und nur bei Bestandsanlagen;
nach DIN 14462 in Neuanlagen nicht zulässig

Löschwassereinspeisung für Feuerwehr in Nassleitungen nach DIN 14462 mit automatischer Entleerung

Unterputzschrank

  • Einspeiseschrank DIN 14461 mit Feuerwehrschloss DIN 14925 und Schlauch- sowie Blindkupplung, einschließlich Armaturenstrecke zur Montage im Gebäude mit Rückschlagventil und automatischer Entleerung
  • B-Kupplung mit Übergang auf 2" IG aus Aluminium zur Montage im Unterputzschrank B x H x T 400 mm x 500 mm x 180 mm
  • Stahlblech verzinkt, pulverbeschichtet RAL 3001, mögliche Anschlussposition oben oder unten
  • Armaturenstrecke mit Rückschlagventil zur automatischen, hydraulischen Entleerung, min. statischer Druck 0,3 bar

Aufputzschrank

  • Einspeiseschrank DIN 14461 mit Feuerwehrschloss DIN 14925 und Schlauch- sowie Blindkupplung, einschließlich Armaturenstrecke zur Montage im Gebäude mit Rückschlagventil und automatischer Entleerung
  • B-Kupplung mit Übergang auf 2" IG aus Aluminium zur Montage im Unterputzschrank B x H x T 400 mm x 500 mm x 180 mm
  • Stahlblech verzinkt, pulverbeschichtet RAL 3001, mögliche Anschlussposition oben oder unten
  • Armaturenstrecke mit Rückschlagventil zur automatischen, hydraulischen Entleerung, min. statischer Druck 0,3 bar

Löschwassereinspeisung ohne Schrank, mit Anschluss unten

Einspeiseschrank mit Anschluss oben

Nass-Trocken-Modul

Für den Einsatz bei besonderen hygienischen Anforderungen oder für die Verwendung bei bestehender Frostgefahr haben wir unsere Sonderlösungen mit Nass-Trocken-Modul entwickelt.

Nass-Trocken-Modul im Detail

Nass-Trocken-Anlage entleert

Nass-Trocken-Anlage geflutet

Vorteile

  • Kosteneffektiv
  • Frostsicherheit
  • Automatischer Testlauf wöchentlich
  • Geringe Spülwasserverluste
  • Höchste hygienische Sicherheit

1 Automatisches Spülventil
2 Automatisches Entleerungsventil
3 Belüftungsventil
A Automatische Füll- und Entleerstation
B Absperrarmaturen
C Rückflussverhinderer
D Steuerung automatische Füll- und Entleerstation

Notstromversorgung

Notstrombereitstellung für die Löschwasserversorgung

Die Kompaktbauweise des Zusatzmodules Notstromversorgung (NF) ermöglicht die redundante Energieversorgung von Löschwasseranlagen.
Die robuste Gerätekonstruktion gestattet eine dauerhafte Aufstellung im Außenbereich.

Die unter anderem im Zusatzmodul NF integrierte Software gewährleistet einen automatischen wöchentlichen Geräteanlauf zur Erhöhung der Betriebssicherheit.
Mit einem permanenten Netzanschluss des öffentlichen Energieversorgers über 230 V sichert die integrierte Steuerung die Batterieerhaltung.

Um eine hohe Versorgungssicherheit auch im Hinblick auf die angeschlossenen sicherheitsrelevanten elektronischen Steuergeräte zu erhalten, sind die Maschinen zusätzlich mit einer Spannungsregelung ausgestattet.

Diese gewährt unabhängig vom Lastfall eine Nennspannungstoleranz von + / –1 %.

Ausstattungsmerkmale

  • Dualfrequenz-Regelung / ∆ Nennspannung +/- 1 %
  • Schallgedämpftes Gehäuse
  • Rahmen mit geschlossener Bodenwanne
  • Doppelluftfilter
  • Doppelkraftstofffilter / Diesel
  • Batterieladegerät, Ladeüberwachung
  • Motor- und Kühlwasserheizung
  • Inklusive Netzumschaltgerät (beiliegend)

Abbildungen können in Farbe und Ausführung abweichen.

Pumpen-Notentwässerung

Die Aufgabe: Sichere Entwässerung

Eine Installation von Sicherungseinrichtung für Betriebs- und Löschwasseranlagen wie Trinkwasser-Trennstationen oder Nass-Trocken-Stationen ist nach dem geltenden Normenwerk wie z. B. DIN EN 1717 nur in überflutungssicheren Räumen möglich. Hier ist zu berücksichtigen, dass die Forderung nach Überflutungssicherheit nicht mit rückstausicher zu verwechseln ist.

Bei Entwässerungsanlagen, bei denen der Abwasserzufluss nicht unterbrochen werden darf, ist eine Doppelhebeanlage entsprechend dem Anwendungsfall nach DIN EN 12050-1 bzw. DIN EN 12050-2 einzubauen.

Standard

Für die Verwendung einer Trinkwasser-Trennstation schreiben die DIN 1988, DIN 12056 und DIN 14462 eine sichere Entwässerung der maximal anfallenden Wassermengen über einen Notüberlauf und eine Geräteaufstellung oberhalb der Rückstauebene oder in überflutungssicheren Räumen vor.


Aufstellung unterhalb der Rückstauebene nur im überflutungssicheren Aufstellungsraum!

Funktion Überlauf eines freien Auslaufs AB bei verschlossenem Notüberlauf

Beispiele für nicht überflutungssichere Räume

Lösungen Geräteaufstellung: Oberhalb der Rückstauebene / Unterdruckentwässerung

Bei Anspringen des Notüberlaufs erfolgt die Entwässerung im Unterdrucksystem nach DIN 12056 Teil 3 mit einer bauseitigen Druckleitung DN 80.
Die Anbindung der Druckleitung sollte mindestens DN 100 für einen Entwässerungsvolumenstrom von > 50 m³/h (reduzierbar bis max. Löschwasservolumenstrom) betragen.

Der Siphon ist in der Trinkwasser-Trennstation von WILO IndustrieSysteme integriert.

Bevorzugt und am sichersten ist es, die anfallenden großen Wassermengen über die Standard-Druckentwässerung mit Siphon und ohne Hilfsenergie in das nachgeschaltete bauseitige Kanalnetz abzuführen.

Voraussetzung hierfür ist ein ausreichender objektbezogener Kanalanschluss oder die Möglichkeit einer Entwässerung auf eine Freifläche.
Ein geeigneter Geruchsverschluss ist in der Trinkwasser-Trennstation von WILO IndustrieSysteme bereits integriert.

Details aus der Montageanleitung

Mehrfachanschluss

Vorlagebehälter, Zwischenbehälter, Behälter, die für Volumenströme über 50 m³/h geeignet sind, verfügen über mehrere Unterdruckentwässerungssysteme mit Siphon. Diese befinden sich an der Rückseite des Gerätes und sind zu dem um 1 cm horizontal versetzt angeordnet.

Teilanschluss von Notüberläufen

Die Leistung eines Notüberlaufanschlusses mit Siphon beträgt ca. 50 m³/h. Produktionsbedingt werden die Vorlagebehälter mit der maximalen Anzahl von Notüberlaufanschlüssen ausgestattet. Werden bedingt durch die objektbezogene Löschwassermenge nicht alle Anschlüsse benötigt, so sind die am tiefsten gelegenen Anschlüsse zuerst anzubinden und die verbleibenden durch Endkappen zu verschließen.

Anschlussbedingungen Unterdruckentwässerung

Bilder aus der Praxis

Bei der Geräteaufstellung oberhalb der Rückstauebene ist bei der Anbindung des Notüberlaufs mit Siphon auf ein hydraulisch ausreichendes nachgeschaltetes Kanalnetz zu achten. EN 12056 schreiben die Ableitung der maximal anfallenden Abwassermengen (z. B. 18 m³/h) bei einem Teilfüllungsgrad der Grundleitung vor. Praktisch in den seltensten Fällen anwendbar.

Entwässerung auf Freifläche

Lösungen Geräteaufstellung: Unterhalb der Rückstauebene / Pumpen-Notentwässerung

Die Installation von Sicherungsarmaturen unterhalb der Rückstauebene verlangt nach o. g. Normenwerken unter beson­derer Hervorhebung eine Aufstellung in überflutungssicheren Räumen. Als überflutungssicheren Aufstellungsort versteht man im Allgemeinen die vollständige Entwässerung aller möglich und maximal anfallenden Wässer (z. B. 18 m³/h) über eine kostenaufwendige redundante Hebeanlage¹ abzuleiten. Ein Rückstauverschluss in Grundleitungen ist in diesem Zusammenhang nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeschlossen.

Ist bauseitig keine Standard-Notentwässerung oder keine Aufstellung oberhalb der Rückstauebene möglich, kann alternativ auf das Verfahren von WILO IndustrieSysteme „Pumpen-Notentwässerung“ zurückgegriffen werden. Bei dieser Technologie werden in der Druckleitung Flut-Ventile geöffnet, die bei einem kritischen Wasserpegel im Vorlagebehälter der TrinkwasserTrennstation die maximal anfallenden Wassermengen ableiten. Die Abblasöffnung der Flut-Ventile kann in ein ausreichendes Kanalnetz oder als Freileitung nach außen geführt werden.

Sicherheit

Bei Betätigung der Ventile von Hand oder bei tatsächlich kritischem Wasserspiegel im Vorlagebehälter kommt es zum Austritt größerer Wassermengen an der Ventil-Abblasöffnung. Dabei ist sicherzustellen, dass Schäden an Personen und Sachwerten vermieden werden.

Die Alternative

Trinkwasser-Trennstationen von WILO IndustrieSysteme

Anschluss an das Entwässerungsnetz

Standardfall Entwässerung in Kanalnetz oder Schachtbauwerk

Bei weiten Entfernungen kann die Elektrozuleitung durch ein externes Standard-Elektronetz erfolgen.

Sind durch unterschiedliche Zusatzmodule mehr als zwei Drucklufterzeuger vorhanden, sollte das gesamte System im Aufstellungraum mit nur zwei Drucklufterzeugern ausgestattet werden. Die Verwendung von bauseitiger Druckluftversorgung ist möglich.

Stauraumbedarf / Rohrinhalt

Sonderlösung: Entwässerung auf Freifläche

Werden Notüberläufe auf Freiflächen geführt, wird im Regelfall seitens des Bauherren erwartet, dass ein Wasseraustritt nur im Notfall erfolgt. Gleichfalls ist es praktisch erforderlich, Funktionstests durchzuführen oder das Wasser der wöchentlich vorgeschriebenen Hygienespülung¹ der Geräteanschlussleitung abzuführen. In der Installationstechnik wird dies über einen kleinen künstlichen Stauraum gelöst. Rohrsysteme aus Gussrohr, PE- oder verzinktem Stahlrohr mit Victaulic-System bieten hierzu ideale Voraussetzungen. Die Entleerung des Stauraums kann dann innerhalb des Gebäudes mit einem Nenndurchmesser DN 10 in die häusliche Entwässerung erfolgen.

Die Spülwassermenge ist bei der Dimensionierung des Stauraumbedarfs zu beachten.

Sp = vL × lL × n (Sp = Spülvolumen, vL = spezifisches Volumen – Anschlussleitung, lL = Leitungslänge,
n = 1-facheroder 3-facher Wasseraustausch in der Anschlussleitung)

¹ Die geforderte Spülung nach DIN 1988-600
(1 × pro Woche 3-facher Leitungsinhalt) kann zur Reduzierung der momentanen Spülwassermenge nach VDI / DVGW 6023 (alle 72 h, einfacher Leitungsinhalt) auf mehrere Zyklen pro Woche verteilt werden.

² Stauraum Nutzvolumen siehe Tabelle

Bilder aus der Praxis

Entwässerung auf Freifläche

Auslaufbauwerk auf Gehweg, Gefahr der Eisbildung

Integration in Fassade – Ableitung auf Freifläche

Integration im Dach – Ableitung auf Dach

Redundanz

Fordern Sie die richtige Redundanz für Ihr Objekt

Als Redundanz wird die Mehrfachauslegung technischer Geräte zum Schutz vor Ausfallerscheinungen bezeichnet. Unterschieden wird z. B. in symmetrische und asymmetrische Redundanz. Im Gegensatz zu symmetrisch geschützten Anlagen erfolgt die Absicherung bei asymmetrischer Redundanz durch den Einsatz unterschiedlicher Teilsysteme verschiedener Zulieferer.

Die technische Ausstattung von Löschwasseranlagen in Hochhäuser unterliegt in der Regel dem Landesbaurecht. Ein Großteil der Bundesländer mit signifikantem Hochhausanteil haben bereits die Hochhausmusterrichtlinie in 2008 im Landesbaurecht verankert. Für den Anwender ist zu berücksichtigen, dass die Hochhausrichtlinie mit der amtlichen Kommentierung Anwendung findet.

Anforderungen für Hydrantenanlage

Hinsichtlich der Hydrantentechnik wird in Hochhäusern ausschließlich die höchste Verfügbarkeit mit nassen Wandhydranten Typ F gefordert. Zusätzlich wird eine redundante Ausführungsart der Trinkwasser-Trennstation verlangt. Nach Protokoll¹ wird unter Redundanz neben der doppelten Energieversorgung die doppelte Verfügbarkeit aller relevanten Mess-, Steuer- und Regelungsglieder verstanden. Eine Ersatzpumpe ist unzureichend.¹

Umluftkühlung

Aufgabenstellung

Mit Hinblick auf den Aufstellungsraum von Trinkwasser-Trennstationen für die Löschwasserversorgung ist der Berücksichtigung der Maximal-Raumtemperatur besondere Bedeutung beizumessen.In der Löschwasserversorgung werden in der Regel Pumpen mit größerer elektrischer Leistung eingesetzt, bei deren Betrieb Abwärme zwischen 10 % und 20 % der Nennleistungen entsteht.Rechnerisch ist nachzuweisen, dass bei der vorgegebenen Betriebszeit der Löschwasseranlage die maximal zulässige Raumtemperatur, z. B. + 30 °C, nicht überschritten wird.Praktisch wird in diesem Zusammenhang der Betreiber lüftungs- und brandschutztechnisch vor große Herausforderungen gestellt.

Umgebungstemperatur bei Innenraumaufstellung

Die Raumtemperatur von Aufstellungsräumen für elektrische Anlagen ist in den unterschiedlichsten Normenwerken definiert.

Nach DIN EN 60439-1 darf die Umgebungstemperatur nicht höher als +40 °C und ihr Mittelwert über eine Dauer von 24 Stunden nicht höher als +35 °C betragen. Die untere Grenze der Umgebungstemperatur befindet sich bei -5 °C (mit Verkleidung).

Grenzen klassischer Lösungen

Klassische Lüftungssysteme, wie Splittanlagen oder einfache Abluftsysteme, können meist aus brandschutztechnischer Sicht nicht eingesetzt werden. Kommt es z. B. bei einem klassischen Ab- und Zuluftsystem zu einem Brandfall außerhalb des Aufstellungsraums, verhindern oftmals Brandschutzklappen das sichere Nachströmen der Luft. Auch Splittgeräte sind bei vorstehender Betrachtung meist ungeeignet.

Die Lösung

Bei WILO IndustrieSysteme wird diese Herausforderung durch eine Umluftkühlanlage gelöst, die die notwendige Kühlleistung durch das sichere Löschwasser realisiert. Stellt sich z. B. durch Betrieb der Löschwasseranlage eine kritische Raumtemperatur im Aufstellungsraum ein, öffnet eine Zusatzarmatur und die automatische Umluftkühlung wird zugeschaltet. Das als Kühlmedium verwendete Betriebswasser wird über einen bauseitigen Siphon in das Kanalnetz abgeschlagen. Ein wöchentlicher Funktionstest gewährleistet den Betrieb der Umluftkühlung im Einsatzfall.

Übersicht Umluftkühlgeräte, max. Raumtemperatur 30 °C

Bilder aus der Praxis: Umluftkühlung

Container- / Schachtaufstellung

Ober- und Unterflurausführung

In größeren Liegenschaften ist es oft Aufgabe des Fachplaners, die Betriebs- und Löschwasserversorgung bereits an der Grundstücksgrenze abzutrennen. Oft sollen hierzu Zählerschächte verwendet werden, die sich an der Grundstücksgrenze befinden. Bedingt durch die geringen Abmaße der Trinkwasser Trennstationen ist es möglich, diese in Bauwerke zu integrieren.

Praktisch unterscheidet man die Integration der Trinkwasser Trennstation in Ober- und Unterflurbauwerke.

Bei der Unterflurvariante bleibt für den Betrachter nur noch die Einstiegsöffnung sichtbar. Spezielle Technologien ermöglichen es, die Aufstellung der Geräte unterhalb der Rückstauebene in kleinsten Aufstellungsräumen zu realisieren.

Die Oberflurvariante bietet hingegen eine preiswerte Lösung an, die oft auch als Interimlösung Anwendung findet. In einem fertig vormontierten Beton- oder Containerbauwerk ist die Trinkwasser Trennstation steckfertig montiert. Bei Betoneinhausungen ist es auch üblich, in einem abgetrennten Bereich die Transformatorenstation der Liegenschaft mit zu integrieren.

  • Steckfertig
  • Rostfrei
  • Transportabel

Trinkwasser-Trennstation, Unterflur

Trinkwasser-Trennstation, Oberflur