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Redundantes Wilo-GEP Sicherheits-Bus-System

Highspeed-Ausführung – bis zu 256 Druckstufen je Ringleitung

Die Kabelführung¹ des redundanten Sicherheits-Bus-Systems erfolgt im Versorgungskreis in unterschiedlichen Brandabschnitten. Bei Kurzschluss, Kabelunterbrechung oder Mehrfachauslösung¹ ist die Funktionssicherheit fortlaufend sichergestellt.

Jeder Hydrant erhält einen speziellen Grenztaster, in dem ein ihm individuell zugeordneter Drucksollwert hinterlegt ist. Eine Ringleitung versorgt bis zu 256 Druckstufen.
Das redundante Sicherheits-Bus-System wertet alle Betriebszustände¹ mit einer zugesicherten Highspeed-Reaktionszeit von ≤ 1 s aus. Dies ermöglicht hydraulisch, innerhalb der zulässigen Zeitspanne³ von maximal 2,0 Sekunden, die geforderten Grenzwerte⁴ durch Druckaufbau oder Druckabbau sicherzustellen.

Technische Grenzwerte pro Highspeed-Ringleitung

  • maximale Länge der Leitung 1.000 m
  • Anbindung von bis zu 256 Wandhydranten über max. 64 Switches
  • Bus-Systemverlegung als Ringleitung mit speziellem Meldekabel
    für Highspeedverfahren

Redundantes Wilo-GEP Sicherheits-Bus-System

Ein anderes Beispiel bieten größere medizinische Einrichtungen. Ihre Areale erstrecken sich über mehrere Hektar Grundfläche. Auf diesen befinden sich neben unterschiedlichen Verwaltungsgebäuden, Bettenhäuser, Hochhäuser und anderweitige Objekte, die mit Löschwasser zu versorgen sind. Eine klassische Lösung hätte die Versorgung über mehrere Druckerhöhungsanlagen im gesamten Gelände zur Folge. Durch die Verwendung des Realdruckverfahrens kann mit nur einer Pumpen- und Leitungsanlage die gesamte Löschwasserversorgung einschließlich der Außenhydranten sichergestellt werden.

Auch in der Zentrale der Deutschen Bank Frankfurt am Main, einem der höchsten Gebäude Deutschlands, werden ca. 200 Wandhydranten mit nur je einer Steigleitung pro Gebäude überwacht und mit nur einer Pumpe zuzüglich Reservepumpe sicher versorgt.

Schaltsschrank zur Auswertung der Grenztastereinheiten

Die Schaltschrankeinheit zur Auswertung und Standortvisualisierung von Löschwasser-Hydranten ermöglicht eine dauerhafte Überwachung dieser für Großobjekte. Kabelbruch, Kurzschluss und Auslösung werden einzeln dedektiert und auf dem integrierten Großdisplay dargestellt. Die Anzeige erfolgt am grafisch-schematischen und objektspezifischen abgebildeten Gebäudegrundriss im Display des Schaltschranks. Dies ermöglicht dem Gebäudemanagement einen Überblick über den Bestimmungsort der Auslösung und überwacht Fehlbetätigungen. Das Auslösesignal mit dem definierten Bestimmungsort kann zur Weiterleitung an die Betriebsfeuerwehr genutzt werden.

Sicherheitsanforderungen Grenztaster gesteuerte Anlagen

Druckregelungen mit Grenztaster bedürfen zusätzlicher sicherheitstechnischer Anforderungen, um eine sichere Löschwasserversorgung zu ermöglichen.
Gegenüber klassischen Anlagen sind zusätzliche Sicherheitsanforderungen notwendig.

  • Die Software muss auch bei Stromausfall und Unterbrechung erhalten bleiben.
  • Erfolgt eine Auslösung am Grenztaster, ist an dieser Position der geforderte Volumenstrom und Druck³ innerhalb von < 2 s sicherzustellen.
  • Werden durch einen Brand außerhalb des Aufstellungsraumes der Druckerhöhung die Meldeleitungen⁵ vollständig oder teilweise unterbrochen, ist diese Position zu detektieren und der geforderteVolumenstrom und Druck³ an der Brandstelle zu gewährleisten.
  • Werden durch einen Brand außerhalb des Aufstellungsraumes der Druckerhöhung die Meldeleitungen teilweise unterbrochen und es erfolgt eine Auslösung am Grenztaster, ist an der Brandstelle der geforderte Volumenstrom und Druck³ innerhalb von < 2 s sicherzustellen.
  • Bei Mehrfachauslösungen am Grenztaster ist an der höchstgelegenen Auslösestelle der geforderte Volumenstrom und Druck³ innerhalb von < 2 s sicherzustellen.
  • Die Detektion von Auslösung, Kurzschluss und Unterbrechung der Meldeleitung ist an eine ständig besetzte Stelle zu melden.
  • Nach Abschaltung einer Löschanforderung oder Störung muss sich die optimale Betriebsbereitschaft für das gesamte System automatisch herstellen.
  • Hinsichtlich des Arbeitsschutzes ist sicherzustellen, dass bei der Wasserabnahme sowie der Abgabe von Sprühstößen durch die Einsatzkraft der Feuerwehr und den damit verbundenen Druckstößen eine Personengefährdung ausgeschlossen ist.
  • Pumpen, die über einen Frequenzumrichter geregelt werden, dürfen auch bei Überstrom nicht abschalten, sondern diesen Fehler nur melden.
  • Die Anlagentechnik ist gemäß Muster-Hochhaus-Richtlinie (MHHR) auszuführen. Daraus folgt die Redundanz.

Alle Angaben sowie Abbildungen unverbindlich, vorbehaltlich Änderungen.