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IFAT 2026: Wilo stärkt die resiliente Wasserwirtschaft mit fünf zentralen Hebeln

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04.05.2026

Gebündelte Kompetenz entlang des gesamten Wasserkreislaufs für Kommunen, Versorger und Industrie

Dortmund/München. Die Wasserwirtschaft in Europa steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Klimawandel, Wasserknappheit, Starkregenereignisse, steigende Qualitätsanforderungen, regulatorische Vorgaben sowie alternde Infrastrukturen erhöhen den Handlungsdruck auf Kommunen, Versorger und Industrie. Gleichzeitig wächst der Bedarf an Lösungen, die Versorgungssicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit vereinen.

Wilo begegnet diesen Herausforderungen mit einem ganzheitlichen Ansatz entlang des Wasserkreislaufs. Gemeinsam mit Wilo FSM, Wilo Likusta, Wilo Martin und Wilo Steinhardt bündelt der Wassertechnologiekonzern Kompetenzen in Pumpentechnologie, Wasseraufbereitung, Hydro-Mechanik, Digitalisierung & KI und Abwasserbehandlung. So entsteht ein integriertes Leistungsangebot – von der Einzelkomponente bis zur umfassenden Infrastruktur-Lösung.

„Die Zukunft der Wasserwirtschaft entscheidet sich nicht an einer einzelnen Anlage, sondern im Zusammenspiel vieler Prozesse“, sagt Peter Glauner, Regional CEO & CSO von Wilo Europe. „Deshalb setzen wir an fünf zentralen Hebeln an, mit denen Betreiber ihre Infrastruktur resilient und zukunftsfähig ausrichten können.“

Fünf Hebel für eine resiliente Wasserwirtschaft

1. Versorgung sichern

Die zuverlässige Gewinnung, Förderung und Verteilung von Wasser ist Grundlage jeder funktionierenden Infrastruktur. Sinkende Grundwasserspiegel, saisonale Schwankungen und wachsende Nachfrage erhöhen den Druck auf Betreiber, auch unter veränderten klimatischen Bedingungen Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig der Energieverbrauch wirtschaftlich tragfähig bleiben.

Wilo unterstützt Wasserversorger mit leistungsfähigen Pumpensystemen, hydraulischer Auslegungskompetenz und ganzheitlicher Systemtechnik – von der Quelle bis ins Netz. Beispiele sind unter anderem die Unterwassermotorpumpe Wilo-Actun ZETOS für die Rohwasserentnahme sowie die Splitcase-Pumpe Wilo-Atmos TERA-SCH für den wirtschaftlichen Transport großer Wassermengen in Fernwasserleitungen und Verteilnetzen. Ergänzend bietet Wilo Likusta Lösungen für Entsäuerung, Fällung und weitere Schritte der Wasseraufbereitung.

2. Digitalisierung und KI nutzen

Mit wachsender Netzkomplexität, knappen personellen Ressourcen und steigenden Anforderungen an Effizienz gewinnen Transparenz und datenbasierte Entscheidungen weiter an Bedeutung. Betreiber benötigen heute einen Echtzeit-Blick auf ihre Infrastruktur sowie perspektivisch Systeme, die Entwicklungen frühzeitig erkennen und Handlungsempfehlungen liefern.

Wilo präsentiert mit der WATER AI Platform, wie digitale Wasserwirtschaft künftig aussehen kann. Die Plattform bündelt Wilo Water Connect für Sensorik und Konnektivität, den Wilo Water Monitor für Live-Monitoring sowie Wilo Speaking Waters als KI-basierten Zukunftsbaustein. Künstliche Intelligenz kann künftig Muster erkennen, Anomalien identifizieren und Optimierungspotenziale sichtbar machen. Auf Basis digitaler Zwillinge lassen sich unterschiedliche Szenarien simulieren, sodass Maßnahmen im Vorfeld bewertet und sicher vorbereitet werden können. So werden Daten zur belastbaren Entscheidungsgrundlage für einen effizienteren und resilienteren Betrieb.

3. Alternde Infrastruktur modernisieren

Viele Wasser- und Abwasseranlagen in Europa wurden vor Jahrzehnten errichtet. Veraltete Pumpstationen, beschädigte Netze, steigende Störanfälligkeit und hohe Wartungsaufwände belasten Betreiber zunehmend. Gleichzeitig fehlen oft personelle Kapazitäten für einen reaktiven Betrieb.

Wilo setzt daher auf wirtschaftliche Modernisierungslösungen für den Bestand. Ein Beispiel dafür ist die neue Wilo-Rexa SOLID-G für kommunale Abwasserpumpstationen. Ihre selbstreinigende Hydraulik reduziert Verstopfungen, während die integrierte Technologie Betriebsdaten sichtbar macht und Zustandsüberwachung ermöglicht. So lassen sich Bestandsanlagen Schritt für Schritt modernisieren, Betriebskosten senken und ungeplante Stillstände vermeiden. Nach dem gleichen Prinzip unterstützt Wilo auch Betreiber von Trinkwassernetzen dabei, durch die Modernisierung bestehender Pumpensysteme, hydraulische Optimierung und digitale Überwachung die Versorgungssicherheit im Bestand zu erhöhen.

4. Städte resilient gegen Starkregen aufstellen

Starkregenereignisse nehmen zu und setzen urbane Entwässerungssysteme zunehmend unter Druck. Binnen kurzer Zeit strömen große Wassermengen in Kanalisationen, Rückhaltebecken und Pumpwerke. Überflutungen, Rückstau sowie hohe Schadstofffrachten in Gewässern können die Folge sein. Mit ganzheitlichen Lösungen von Wilo Steinhardt und Wilo FSM für moderne Stadtentwässerung, Kanalnetzmanagement und Schwammstadt-Konzepte lassen sich Wassermengen gezielt steuern und der Eintrag hoher Schadstofffrachten in Gewässer vermeiden.

Dazu zählen HydroSlide zur selbstregulierenden Abflusssteuerung, HydroBend für präzise Wasserstandsregelung, Rückhalte- und Wehrsysteme sowie Spülsysteme zur Reinigung von Kanälen und Becken. Damit lassen sich Speicherräume besser nutzen, hydraulische Spitzenbelastungen reduzieren und urbane Räume langfristig resilienter gestalten.

5. KARL sicher erfüllen

Mit der novellierten Kommunalabwasserrichtlinie KARL steigen die Anforderungen an Kommunen, Verbände und Anlagenverantwortliche deutlich. Im Fokus stehen ein energieeffizienter und perspektivisch energieneutraler Betrieb von Kläranlagen, zusätzliche Reinigungsstufen zur Spurenstoffelimination sowie strengere Grenzwerte für Stickstoff und Phosphor.

Wilo denkt diese Anforderungen ganzheitlich. Denn erst das Zusammenspiel aus hydraulischer Optimierung, energieeffizienter Anlagentechnik sowie präziser Prozesssteuerung schafft wirtschaftliche, zukunftsfähige Lösungen und zahlt zugleich auf eine ausgeglichene Energiebilanz ein.

Auch auf einzelne Vorgaben bietet Wilo konkrete Antworten: Zur verschärften Nährstoffelimination unterstützt Wilo Betreiber bei der Auslegung und Optimierung biologischer Prozesse. Drehzahlgeregelte Rezirkulation ermöglicht eine effiziente Denitrifikation, indem sie die Rücklauffracht aus dem Nitrifikations- in den Denitrifikationsbereich bedarfsgerecht anpasst. Rührwerke und Belüftungssysteme stellen die für die biologischen Prozesse erforderlichen Strömungs- und Sauerstoffverhältnisse in den Becken sicher, während Dosiersysteme von Wilo Likusta Fäll- und Zusatzstoffe präzise einbringen. Durch den Einsatz der Membranfiltersysteme der Wilo Martin im Kläranlagenablauf, werden die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen, die Prozesse zur Spurenstoff-elimination effizient umzusetzen.

Die Anforderungen an Wasser- und Abwasserinfrastrukturen werden weiter steigen. Umso wichtiger sind Partner, die Prozesse vernetzt denken und Lösungen mit messbarem Mehrwert liefern. Wilo verbindet dafür Technologie, Systemkompetenz und digitale Innovation – für eine Wasserwirtschaft, die auch morgen zuverlässig funktioniert.

Wilo entwickelt gemeinsam mit Betreibern zukunftssichere Lösungen für eine resiliente Wasserversorgung - effizient, zuverlässig und entlang des gesamten Wasserkreislaufs. Bild: WILO SE.