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Social Media im Handwerk – muss das sein?

25.11.2019 | #frauimhandwerk

Das soziale Medienspektrum ist breit gefächert. Facebook, Twitter, Xing, Instagram, LinkedIn, Snapchat – die Liste ist endlos. Alles geht, nichts muss – oder doch?

Madita Brauer erklärt, warum Instagram SHK-Betrieben helfen kann und wie sie es als Sprachrohr für Aufklärung im Handwerk nutzt: die #frauimhandwerk.

Wilo-Blog: Inwiefern können Handwerksbetriebe von sozialen Medien profitieren?

Madita Brauer: Der SHK-Bereich kann so viel mehr aus sich rausholen! Zwar können soziale Medien gerade Handwerksbetrieben keine wirklich messbaren Größen liefern, aber sie können den Bekanntheitsgrad enorm erhöhen. Ganz wenige potentielle Auszubildende wissen beispielsweise, was dieser Bereich überhaupt beinhaltet. Dagegen sollte man angehen! Insbesondere auf Instagram können Betriebe viele junge Leute erreichen.

Und in welchem Bereich sollten sie lieber darauf verzichten?

Kundengewinnung. Gerade im Marketing muss eine bestimmte Zielgruppe festgelegt werden. Und es ist eben schwierig, die für Handwerksbetriebe passende Zielgruppe über Instagram zu erreichen, denn bei Instagram tummeln sich immer noch eher jüngere als ältere Menschen. Deshalb würde ich den Fokus auf die Nachwuchsakquise richten.

Ist das auch die Intention deines persönlichen Instagram-Accounts #frauimhandwerk?

Zum Teil, ja. Ich hinterfrage die Gründe von Nachwuchsmangel und gebe Anregungen, wie wir die Situation verbessern können, indem wir Bewusstsein für diesen Mangel schaffen. Angefangen habe ich aber sowohl meinen Blog als auch meinen Instagram-Account, weil ich mich als Frau sehr alleine auf der Baustelle gefühlt habe. Ich konnte einfach nicht verstehen, woran das liegt, da ich so unglaublich viel Spaß an meiner Arbeit habe.

Um welche Themen geht es auf deinem Instagram-Channel?

Im Vordergrund steht mein Alltag: meine Ausbildung und mein Studium. Ich zeige, wie vielseitig die Baustelle sein kann, welche Aufgaben ich täglich bewältige, wie mein Unileben aussieht und selten poste ich auch mal persönliche Stories von meinem Hund oder Pferd. Spezielle Tipps und Tricks für Frauen auf der Baustelle demonstriere ich auch.

Wie viel Zeit kostet dich das Bloggen?

Sehr viel Zeit, die ich nicht habe. Aber es gibt auch unterschiedliche Phasen: An manchen Tagen bin ich online super aktiv und an anderen gar nicht. Prinzipiell sehe ich es als ein Hobby und genau das soll es auch bleiben. Deshalb darf es mich nicht mehr als 2 Stunden am Tag kosten.

Nervt dich das Bloggen auch manchmal?

Ich liebe es, meine Erfahrungen zu teilen. Deshalb ist Instagram schon ein Teil meines Alltags geworden. Ich kann dadurch viele neue Kontakte knüpfen können, tolle Menschen kennenlernen und noch tollere Geschichten hören. Dennoch gibt es auch ein Offline-Leben, das nicht zu kurz kommen darf. Falls mich das Bloggen also zwischendurch nervt, lege ich das Handy einfach bei Seite.

Bekommst du auch negative Reaktionen auf deine Instagram-Aktivitäten?

Es gibt Personen, die können meine Hintergedanken nicht nachvollziehen und deshalb auch nicht gut damit umgehen. Da bekomme ich dann aber keine direkte negative Rückmeldung, sondern diese Personen nehmen sichtlich Abstand von mir. Das war im Laufe der Zeit aber auch nur eine Person. (grinst)

Und wie sind die restlichen Reaktionen?

Ich bekomme unglaublich viele positive Rückmeldungen von Frauen, Handwerksbegeisterten, von Freunden und Bekannten. Richtig witzig ist es, wenn ich auf Partys auf meine aktuelle Instagram-Story angesprochen werde. Dann laufe ich schon mal schnell rot an. (lacht) Aber im Grunde genommen freut es mich natürlich sehr, auch im näheren Umfeld den Rücken freigehalten zu bekommen.

Auch wir halten dir bei deiner tollen Aktion den Rücken frei, liebe Madita!

Dieser Artikel ist Teil unserer Themenreihe #frauimhandwerk. Alle Beiträge finden Sie demnächst in unserem Wilo.de-Blog und auf wilo.de/frauimhandwerk.

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