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Abwasserentsorgung

Ist für den Menschen die Wasserversorgung schon immer das lebensnotwendigste Thema gewesen, so ist die Abwasserentsorgung erst später – fast zu spät – dazugekommen. Überall dort, wo Siedlungen, Orte und Städte entstanden, verschmutzten Unrat, Exkremente und Abwässer die Wiesen, Straßen und Wege.

Geruchsbelästigungen, Krankheiten und Seuchen waren die Folge. Gewässer verschmutzten, Grundwasser wurde ungenießbar. Die ersten Abwasserkanäle wurden 3000-2000 v. Chr. gebaut. Unter dem Palast von Minos in Knossos (Kreta) wurden gemauerte Kanäle und Rohre aus Terrakotta gefunden, die Regenwasser, Bade- und Abwasser sammelten und abführten.

Die Römer bauten in ihren Städten Abwasserkanäle auf und unter den Straßen – der größte bekannteste und in Teilen noch gut erhalten ist die Cloaca Maxima in Rom. Von hier aus wurde dasWasser in den Tiber geleitet (auch in Köln am Rhein sind noch heute begehbare Reste von unterirdischen Kanälen aus der Römerzeit zu finden).

Da in dem Bereich der Entsorgung über die Jahrhunderte keine weiteren Fortschritte gemacht wurden, gelangte das Abwasser bis ins letzte Jahrhundert ungereinigt in Bäche, Flüsse, Seen und Meere. Mit der Industrialisierung und den immer stärker wachsenden Städten wurde eine geordnete Abwasserentsorgung unabdingbar.