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Ausdehnung des Heizwassers und Absicherung gegen Überdruck

Warmwasserheizungen werden mit Vorlauftemperaturen bis 90 °C betrieben. Das Wasser wird normalerweise bei 15 °C Wassertemperatur aufgefüllt und dehnt sich dann beim Aufheizen aus. Bei dieser Volumenzunahme darf es nicht zum Überdruck oder Weglaufen des Fördermediums kommen.

Wird nach dem Sommer die Heizung wieder eingeschaltet, nimmt das Wasser wieder sein größeres Volumen ein. Es muss also ein ausreichend großes Aufnahmegefäß für das Ausdehnungswasser bereitgestellt werden. Bei älteren Heizungsanlagen wurden offene Ausdehnungsgefäße eingebaut. Sie befinden sich immer oberhalb des höchstgelegenen Rohrleitungsabschnittes. Bei steigender Heizungstemperatur, also bei der Ausdehnung des Wassers, steigt der Wasserspiegel in diesem Gefäß. Er sinkt wieder bei fallender Heizungstemperatur.

Bei heutigen Heizungsanlagen werden Membranausdehnungsgefäße (MAG) verwendet.

Bei erhöhtem Anlagendruck muss gewährleistet sein, dass es zu keiner unzulässigen Druckbelastung von Rohrleitungen und anderen Anlagenteilen kommt. Deshalb ist es Vorschrift, eine Heizungsanlage mit einem Sicherheitsventil auszurüsten, damit bei Überdruck das Ausdehnungswasser abblasen kann. In einer sorgfältig geplanten und gewarteten Anlage sollte dieser Betriebszustand allerdings nie eintreten.

Merksatz:

Das Sicherheitsventil muss bei Überdruck öffnen und das Ausdehnungswasser abblasen.

Bei den bisherigen Überlegungen ist nicht berücksichtigt worden, dass die Heizungsumwälzpumpe den Anlagendruck noch weiter erhöht. Das Zusammenspiel von der maximalen Heizwassertemperatur, der Pumpenauswahl, der Größe des notwendigen Membranausdehnungsgefäßes und dem Ansprechpunkt des Sicherheitsventils muss sehr sorgfältig beachtet werden. Eine zufällige Auswahl der Anlagenteile – eventuell gar nach Gesichtspunkten des Anschaffungspreises – kann nicht akzeptiert werden.

Bei der Auslieferung ist das Gefäß mit Stickstoff gefüllt. Der MAG-Vordruck muss entsprechend der Heizungsanlage angepasst werden. Das Ausdehnungswasser aus dem Heizungssystem tritt in das Gefäß ein und drückt das Gaspolster über eine Membrane zusammen. Gase lassen sich komprimieren, Flüssigkeiten dagegen nicht.