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Nassläuferpumpen

Durch den Einbau einer Nassläuferpumpe, wahlweise im Vorlauf oder Rücklauf, wird das Wasser schnell und intensiv bewegt. Dabei können Rohrleitungen mit kleineren Rohrquerschnitten verwendet werden. Die Kosten für die Heizungsanlage werden dadurch geringer. In den Leitungen des Heizungssystems befindet sich damit erheblich weniger Wasser. Die Heizung kann schneller auf Temperaturschwankungen reagieren und ist besser regelfähig.

Merkmale

Das Laufrad einer Kreiselpumpe zeichnet sich durch eine radiale Wasserbeschleunigung aus. Die Welle, die das Laufrad antreibt, ist aus Edelstahl; die Lager dieser Welle sind aus gesinterte Kohle oder aus Keramik-Material. Der Rotor des Motors, der auf der Welle sitzt, läuft im Fördermedium. Das Wasser schmiert die Lager und kühlt den Motor.

Die Abgrenzung zum stromführenden Stator des Motors übernimmt ein Spaltrohr bzw. Spalttopf. Es ist aus nichtmagnetisierbarem Edelstahl oder Kohlefaserstoff hergestellt und hat eine Wanddicke von 0,1 bis 0,3 mm.

Für besondere Zwecke (z. B. Wasserfördersysteme) werden Pumpenmotoren mit einer festen Drehzahl eingesetzt.

Wird die Nassläuferpumpe z. B. in einem Heizungskreislauf eingesetzt, also zur Versorgung der Heizkörper mit Heizenergie, so muss sie sich dem veränderlichen Wärmebedarf des Hauses anpassen. Je nach Außentemperatur und Fremdwärme wird eine unterschiedliche Heizwassermenge benötigt. Die vor den Heizflächen eingebauten Thermostatventile bestimmen die Fördermenge.

Motoren von Nassläuferpumpen werden deshalb in mehreren Drehzahlstufen geschaltet. Diese Drehzahlumschaltung kann mit Schaltern oder Steckern manuell durchgeführt werden. Eine Automatisierung ist durch zusätzliche externe Schalt- und Regelsysteme möglich, die abhängig von Zeit, Druckdifferenz oder Temperatur arbeiten.

Seit 1988 gibt es Konstruktionen mit integrierter Elektronik, welche die Drehzahl stufenlos regelt. Der elektrische Anschluss von Nassläuferpumpen erfolgt je nach Größe und erforderlicher Pumpenleistung mitWechselstrom 1~230 V oder mit Drehstrom 3~400 V.

Nassläuferpumpen zeichnen sich durch eine große Laufruhe aus und besitzen konstruktionsbedingt keine Wellenabdichtung. Eine wichtige Eigenschaft dieser Konstruktion ist die Fähigkeit zur Selbstentlüftung bei der Inbetriebnahme.

Einbaulagen

Nassläuferpumpen werden bis zu einer Anschluss- Nennweite von R 1 1/4 als Rohrverschraubungspumpen geliefert. Größere Pumpen werden mit Flanschanschlüssen gefertigt.

Der Einbau dieser Pumpen in die Rohrleitung kann ohne Fundament waagerecht oder senkrecht erfolgen.

Wie bereits erwähnt, werden die Lager der Umwälzpumpe durch das Fördermedium geschmiert. Außerdem dient das Medium der Kühlung des Motors. Es muss deshalb die Zirkulation durch das Spaltrohr ständig gewährleistet sein.

Weiterhin muss die Pumpenwelle immer waagerecht angeordnet sein (Nassläuferpumpen, Heizung). Der Einbau mit senkrecht stehender oder hängenderWelle führt zu instabilem Betriebsverhalten und dadurch zum schnellen Ausfall der Pumpe.