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13.11.2023 Klima & Umwelt

6 Fragen & Antworten zum Klimawandel

Megatrends Klimaschutz Energiewende Energieversorgung Nachhaltigkeit

Die Debatte um den Klimawandel und seine Auswirkungen auf unseren Planeten ist heute relevanter denn je. Mit dem fortschreitenden Tempo von Industrialisierung und Globalisierung steigt auf der einen Seite die Notwendigkeit, dieses Phänomen zu verstehen. Auf der anderen Seite müssen wir uns einige Fragen stellen. Allen voran: Ist es schon zu spät, den Klimawandel aufzuhalten? Wir sind überzeugt, dass Unternehmen eine entscheidende Rolle bei der Lösung der globalen Herausforderungen des Klimawandels spielen. Nur, wer echtes Engagement zeigt, kann etwas bewegen. Wir wollen als Klimaschutzunternehmen mit Pioniergeist voran gehen.

Wie hängen Klima und Wetter miteinander zusammen und was sind die Unterschiede?

Southerly gale force winds and a high tide at Dawlish in south Devon mean that this intercity train is getting a soaking. This is also where the railway line was badly damaged February 2014

Geht es um das Wetter bezieht man sich auf kurzfristige Veränderungen in der Atmosphäre – beschreibt also den aktuellen physikalischen Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Es kann von einem Moment zum anderen variieren und zu jeder Zeit beobachtet und gemessen werden.

Im Gegensatz dazu steht das Klima, das im Wesentlichen eine Statistik des Wetters über einen langen Zeitraum hinweg ist – oft über Jahrzehnte bis hin zu Millionen von Jahren. Dafür werden tägliche Wetterverhältnisse über eine längere Zeitspanne unter Berücksichtigung von durchschnittlichen Temperaturen und Extremwerten analysiert und statistisch ausgewertet. Kurz gesagt: Das Wetter ist das, was wir jeden Tag erleben, während das Klima den Durchschnitt dieser Bedingungen über einen längeren Zeitraum hinweg beschreibt. Es ist wichtig, diesen Unterschied zu verstehen, da kurzfristige Wetterveränderungen nicht unbedingt Rückschlüsse auf langfristige klimatische Trends zulassen.

Wie genau tragen Menschen zum Klimawandel bei?

Historisch haben sich das Klima und die Erdatmosphäre aufgrund natürlicher Prozesse ständig verändert. Seit dem 19. Jahrhundert jedoch beeinflussen Menschen beispielsweise durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und Entwaldung sowie durch industrielle Prozesse das Klima zunehmend. Diese Aktivitäten erhöhen die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre. Das verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und führt zu globalen Temperaturerhöhungen.

Natürlich gibt es auch klimatische Veränderungen durch natürliche Phänomene wie beispielsweise Schwankungen in der Sonnenaktivität. Dennoch ist es mittlerweile wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Konsens, dass vor allem menschliche Aktivitäten in jüngerer Zeit eine dominante Rolle in den globalen Temperaturveränderungen spielen.

Wo liegen die Ursachen für den Klimawandel und welche Folgen ergeben sich daraus?

The harvester working in a forest. Renewable resources theme.

Die Hauptursache für den Klimawandel ist menschliches Handeln, insbesondere die Verbrennung fossiler Brennstoffe, die Landnutzungsänderungen sowie die industrielle Landwirtschaft. All diese Faktoren führen zur Freisetzung von Treibhausgasen in die Atmosphäre. Hinzu kommen der gestiegene Verbrauch von Ressourcen durch den globalen Handel und die steigende Nachfrage nach Agrarprodukten und Holz. Weltweit werden jährlich 9.5 Millionen Hektar Wald abgeholzt – das entspricht 18 Fußballfeldern pro Minute.

Die Folgen des Klimawandels sind vielfältig und global spürbar. Seit Beginn der Industrialisierung um das Jahr 1880 ist die weltweite Durchschnittstemperatur um rund 1,2 Grad Celsius gestiegen. Folgen dieser Erwärmung zeigen mediale Berichterstattungen eindrucksvoll: Der Rückgang von Gletschern, das Schmelzen des arktischen Meereseises und der Anstieg des Meeresspiegels bedrohen ganze Ökosysteme und menschliche Gemeinschaften. Viele Inseln, die kaum über den Meeresspiegel ragen, könnten in den kommenden Jahrzehnten verschwinden. 5) Dies hat nicht nur ökologische, sondern auch sozioökonomische Folgen, da viele Gemeinschaften und Städte an Küstenlagen durch den Klimawandel in ihrer Existenz bedroht sind.

Welchen Zusammenhang gibt es zwischen dem Klimawandel und den Herausforderungen der Globalisierung?

Near Marina Bay, view towards Indonesia in the distance

Die Globalisierung hat einen erheblichen Einfluss auf den Klimawandel und bringt ernsthafte ökologische Herausforderungen mit sich. Mit dem steigenden weltweiten Handel von Waren nimmt auch der Transport dieser Waren zu, was zu einem Anstieg der Treibhausgasemissionen – also einem CO2-Ausstoß führt. Der weltweite Verbrauch natürlicher Ressourcen übersteigt das Angebot, was weitere Umweltauswirkungen zur Folge hat. Unternehmen produzieren in kostengünstigen Entwicklungsländern. Das bedeutet zwar niedrigere Preise für Konsumenten, aber auch einen Anstieg des Ressourcenverbrauchs und damit verbundene Umweltauswirkungen. Es entsteht also ein Kreislauf, in dem erhöhter Konsum und der Bedarf an günstigeren Waren zu mehr Produktion und somit auch zu mehr Emissionen führt.

Welche Auswirkungen hat der Klimawandel und wie sehen die Zukunftsaussichten aus?

Graphic: IPCC, 2023: Summary for Policymakers. In: Climate Change 2023: Synthesis Report. Contribution of Working Groups I, II and III to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change

Grafik aus: IPCC, 2023: Summary for Policymakers. In: Climate Change 2023: Synthesis Report. Contribution of Working Groups I, II and III to the Sixth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change

Falls die Ziele des Pariser Klimaabkommens nicht erreicht werden, stehen wir in der Zukunft vor großen Herausforderungen. In Artikel 2 im „Übereinkommen von Paris“ sind die drei Hauptziele festgehalten:

  • Beschränkung des Anstiegs der weltweiten Durchschnittstemperatur

  • Senkung der Emissionen und Anpassung an den Klimawandel

  • Lenkung von Finanzmitteln im Einklang mit den Klimaschutzzielen

Die CO2-Emissionen könnten weiter ansteigen, wodurch die Temperaturen bis 2100 um 3,6 Grad Celsius über dem vorindustriellen Wert liegen würden. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Extremwetterereignisse wie Dürren, Fluten und Hitzewellen häufiger und intensiver werden. Dies hätte verheerende Auswirkungen auf unsere Umwelt und Lebensweise. Ein solches Szenario würde auch zu sozialen und wirtschaftlichen Turbulenzen führen, da Menschen um knappe Ressourcen kämpfen und versuchen müssten, lebenswerte Gebiete zu finden. Irreparable Schäden an Ökosystemen, auf die wir angewiesen sind, wären nicht ausgeschlossen.

Welche Lösungsansätze verfolgen wir bei Wilo?

Industrial workers with green overalls and helmets are working in an industrial facility in front of pipes.

Wilo hat die Dringlichkeit des Klimawandels erkannt und darauf mit entscheidenden Maßnahmen reagiert. Bis 2025 wollen wir als Unternehmen klimaneutral sein – auf dem Wilopark, unserer Firmenzentrale in Dortmund, sind wir es bereits heute. Unser Ziel: Vorreiter in der Industrie sein Das gelingt uns unter anderem durch hocheffiziente Pumpen, mit denen wir die eigenen CO2-Emissionen bis 2025 auf 50 Millionen Tonnen reduzieren. Darüber hinaus zeigen wir unser Engagement für einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Planeten durch die Fokussierung auf nachhaltige Produktionsmethoden, das Recycling von Pumpen sowie die Entwicklung von energieeffizienten Produkten. Das unser Engagement Wirkung zeigt, belegt nicht zuletzt die Auszeichnung mit der Platin-Medaille des Ratinganbieters Ecovadis. Mit diesem Ansatz begegnet Wilo den Herausforderungen des Klimawandels lösungsorientiert und setzt Maßstäbe in der Branche.