Mit fünf neuen Pumpstationen und digitalem Monitoring werden Störungen frühzeitig erkennbar, bevor sie zur Herausforderung werden.
Die niederösterreichische Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen im Bezirk Horn hat in den vergangenen Jahren umfassend in die Modernisierung und Erweiterung ihres Wasserversorgungsnetzes investiert. Ziel war es, die Versorgungssicherheit für die Ortsteile Strögen, Grünberg und Poigen zu erhöhen. Gleichzeitig sollten die Betriebssicherheit der Drucksteigerungsanlagen und die Überwachungssysteme auf den aktuellen Stand der Technik gebracht werden.
Ein wesentlicher Treiber für die Modernisierung war die Reduktion der zuvor hohen Wasserverluste. Durch die vollständige Erneuerung des Netzes konnten Leckagen reduziert und die Versorgung – auch im Bereich der Feuerlöschanlagen – spürbar verbessert werden.
Fünf neue Pumpstationen – errichtet durch Wilo
Als Generalunternehmer hat Wilo alle fünf neuen Pumpstationen errichtet und die komplette Anlagentechnik sowie die elektrotechnische Ausrüstung geliefert. Zwei der zentralen Anlagen in den Ortsteilen Strögen und Poigen wurden zusätzlich mit dem digitalen Überwachungssystem WiloCare ausgestattet.
Zum Einsatz kommen Wilo-SiBoost Smart 2 Helix VE 36 Drucksteigerungsanlagen mit einer Förderleistung von jeweils 10 l/s, kombiniert mit WiloCare Monitor-Einheiten, die eine Echtzeitüberwachung und einen Fernzugriff ermöglichen.
Die digitale Kombination bietet der Gemeinde unter anderem folgende Vorteile:
- permanente Zustandskontrolle relevanter Anlagenparameter
- frühzeitige Erkennung von Abweichungen
- planbare Wartung auf Basis klarer Diagnosedaten
- hoher Bedien- und Reaktionskomfort im Betrieb
Die Drucksteigerungsanlage Wilo-SiBoost Smart 2 Helix VE 36 im Ortsteil Poigen sorgt zuverlässig für konstanten Wasserdruck im Versorgungsnetz. Dank energieeffizienter Pumpentechnologie und der Anbindung an den Wilo Monitor ist die Anlage jederzeit digital überwachbar – Störungen werden sofort gemeldet, Ausfallzeiten effektiv minimiert.
Frühzeitige Leckage-Erkennung durch integrierte Durchflussmessung
Um potenzielle neue Wasserverluste frühzeitig zu identifizieren, wurden zusätzlich je Anlage induktive Mengenmesser der Firma Krohne installiert. Registriert die Armatur über einen längeren Zeitraum einen ungewöhnlich hohen Durchfluss, meldet der Wilo-Monitor dies automatisch an den Wassermeister.
Damit überwacht WiloCare nicht nur die eigenen Komponenten, sondern bindet auch externe Messtechnik in das Monitoring-Konzept ein.
Die Gemeinde lässt Störmeldungen bewusst per E-Mail und zusätzlich per SMS an die diensthabenden Wassermeister senden, um die Informationsweitergabe abzusichern. Über den Wilo-Monitor kann anschließend – auch von zuhause aus – zeitnah beurteilt werden, ob ein Einsatz erforderlich ist.
Zusätzliche Sicherheit: Notentwässerung mit Wilo‑Rexa UNI
Als weitere Schutzmaßnahme wurde eine Wilo-Rexa UNI Tauchmotorpumpe zur Notentwässerung installiert. Sie unterstützt den Schutz der Anlagen, wenn über den Deckel Wasser von außen eindringt oder innen eine Leitung platzt. Auch diese Funktion ist in das Wilo-Monitoring eingebunden.
Regelmäßige Wartung für langfristige Versorgungssicherheit
Zusätzlich nutzt die Gemeinde einen jährlichen Wilo-Wartungsvertrag für Pumpen, Motoren, Aggregate und Elektrokomponenten.
Alle sicherheits- und funktionsrelevanten Prüfungen wurden im Zuge der letzten Inspektion erfolgreich absolviert.
Praxisnutzen für die Gemeinde
Durch das Zusammenspiel aus moderner Pumpentechnik, digitalem Monitoring und regelmäßiger Wartung profitiert die Gemeinde langfristig:
- höhere Versorgungssicherheit durch robuste Technik
- geringerer Betriebsaufwand durch vorausschauende Wartung
- weniger Vor-Ort-Kontrollen dank Remote-Monitoring
- schnelle Störungsdiagnose und klare Entscheidungsgrundlagen
Fazit
Dieses Praxisbeispiel zeigt, wie WiloCare Betreiberinnen und Betreiber unterstützt – ob in Gemeinden, Wohngebäuden, Hotels, Büros oder Freizeitbetrieben.
Der Aufbau einer Wilo-SiBoost Smart 2 Helix VE ist hydraulisch ident und damit sowohl in der Gebäudetechnik als auch in der kommunalen Wasserwirtschaft flexibel einsetzbar.
Der Vorteil für die Betreiber liegt auf der Hand:
„Ich habe eine Störmeldung, schaue in den Monitor – und kann direkt entscheiden, wie schnell ich handeln muss!“
Mit der Kombination aus Wilo-SiBoost Smart, WiloCare, dem Wilo-Monitor und professioneller Wartung verfügt die Gemeinde St. Bernhard-Frauenhofen über ein zukunftsfähiges Gesamtsystem für eine hohe Versorgungssicherheit.
Der Wilo-Monitor überwacht die Pumpenanlagen in den Ortsteilen Poigen und Strögen in Echtzeit. Bei einer Störung erhalten Betreiber umgehend eine Benachrichtigung – zum Beispiel direkt auf das mobile Endgerät –, um schnell reagieren zu können. In der Webanwendung bleiben alle wichtigen Betriebsdaten im Blick, mit individuell anpassbaren Dashboards für eine hohe Übersichtlichkeit.
Eingesetzte Wilo-Produkte
- 5 × Wilo-SiBoost Smart 2 Helix VE 36
- 2 × WiloCare-Pakete (Strögen und Poigen)
- 5 × Wilo‑Rexa UNI (Notentwässerung)
Projektfakten:
- Land:
Österreich - Ort:
3580 St. Bernhard - Anwendung:
Trinkwasserversorgung - Maßnahme:
Neubau – alle fünf Pumpstationen errichtet durch Wilo - Anlagenbetreiber:
Gemeinde St. Bernhard‑Frauenhofen - Planung:
STEINBACHER + STEINBACHER ZT GmbH, Wien - Ausführung:
Wilo als Generalunternehmer - Inbetriebnahme:
2025 durch Wilo‑Werkskundendienst
Kontakt:
Karl Mego – k.mego@wilo.com
Ein Ausfall einer Druckerhöhungsanlage bedeutet Komfortverlust und hohe Folgekosten. Die Wilo SiBoost Smart Helix VE mit 2–4 Pumpen sorgt für zuverlässigen Druck – und WiloCare sichert durch digitale Überwachung die technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachhaltig ab.