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Ausstattungsmerkmale

Ausstattungsmerkmale

Kompakte Druckerhöhung für Lösch- und Betriebswasser als mittelbarer Anschluss
mit Trinkwasser-Vollversorgung nach DIN EN 1717, DIN 1988-60 und DIN 14462.

Auf Grundplatte hydraulisch und elektrisch fertig montiert:

  • Pumpenanlage
  • Vorlagebehälter
  • Regelung
  • Pneumatikarmaturen mit Drucklufterzeugung
  • Körperschallentkopplung
  • Messglieder
  • Notüberlauf
  • Verrohrung in Edelstahlausführung (DIN EN 12502-1-5; DIN 50930-6)

Die Trinkwasser-Trennstation realisiert vollautomatisch alle Mess-, Schalt- und Überwachungsaufgaben.
Zertifikate: DVGW – NW-0402BT0575

Überlaufanschluss

Die Aufgabe: Sichere Entwässerung
Eine Installation von Sicherungseinrichtung für Betriebs- und Löschwasseranlagen wie Trinkwasser-Trennstationen oder Nass-Trocken-Stationen ist nach dem geltenden Normenwerk wie z. B. DIN EN 1717 nur in überflutungssicheren Räumen möglich. Hier ist zu berücksichtigen, dass die Forderung nach Überflutungssicherheit nicht mit rückstausicher zu verwechseln ist.

Bei Entwässerungsanlagen, bei denen der Abwasserzufluss nicht unterbrochen werden darf, ist eine Doppelhebeanlage entsprechend dem Anwendungsfall nach DIN EN 12050-1 bzw. DIN EN 12050-2 einzubauen.

Standard
Für die Verwendung einer Trinkwasser-Trennstation schreiben die DIN 1988, DIN 12056 und DIN 14462 eine sichere Entwässerung der maximal anfallenden Wassermengen über einen Notüberlauf und eine Geräteaufstellung oberhalb der Rückstauebene oder in überflutungssicheren Räumen vor.


Aufstellung unterhalb der Rückstauebene nur im überflutungssicheren Aufstellungsraum!

Funktion Überlauf eines freien Auslaufs AB bei verschlossenem Notüberlauf

Beispiele für nicht überflutungssichere Räume

Lösung Geräteaufstellung: Oberhalb der Rückstauebene / Unterdruckentwässerung

Bei Anspringen des Notüberlaufs erfolgt die Entwässerung im Unterdrucksystem nach DIN 12056 Teil 3 mit einer bauseitigen Druckleitung DN 80.
Die Anbindung der Druckleitung sollte mindestens DN 100 für einen Entwässerungsvolumenstrom von > 50 m³/h (reduzierbar bis max. Löschwasservolumenstrom) betragen.

Der Siphon ist in der Trinkwasser-Trennstation
von WILO IndustrieSysteme integriert.

Bevorzugt und am sichersten ist es, die anfallenden großen Wassermengen über die Standard-Druckentwässerung mit Siphon und ohne Hilfsenergie in das nachgeschaltete bauseitige Kanalnetz abzuführen.

Voraussetzung hierfür ist ein ausreichender objektbezogener Kanalanschluss oder die Möglichkeit einer Entwässerung auf eine Freifläche.
Ein geeigneter Geruchsverschluss ist in der Trinkwasser-Trennstation von WILO IndustrieSysteme bereits integriert.

Beispiel Volumenstrom 18 m³/h. Nach DIN 1986-100 ist ein Füllungsgrad von 0,7 ebenfalls zulässig.

Details aus der Montageanleitung

Mehrfachanschluss
Vorlagebehälter, Zwischenbehälter, Behälter, die für Volumenströme über 50 m³/h geeignet sind, verfügen über mehrere Unterdruckentwässerungssysteme mit Siphon. Diese befinden sich an der Rückseite des Gerätes und sind zu dem um 1 cm horizontal versetzt angeordnet.

Teilanschluss von Notüberläufen
Die Leistung eines Notüberlaufanschlusses mit Siphon beträgt ca. 50 m³/h. Produktionsbedingt werden die Vorlagebehälter mit der maximalen Anzahl von Notüberlaufanschlüssen ausgestattet. Werden bedingt durch die objektbezogene Löschwassermenge nicht alle Anschlüsse benötigt, so sind die am tiefsten gelegenen Anschlüsse zuerst anzubinden und die verbleibenden durch Endkappen zu verschließen.

Anschlussbedingungen Unterdruckentwässerung

Bilder aus der Praxis

Bei der Geräteaufstellung oberhalb der Rückstauebene ist bei der Anbindung des Notüberlaufs mit Siphon auf ein hydraulisch ausreichendes nachgeschaltetes Kanalnetz zu achten. EN 12056 schreiben die Ableitung der maximal anfallenden Abwassermengen (z. B. 18 m³/h) bei einem Teilfüllungsgrad der Grundleitung vor. Praktisch in den seltensten Fällen anwendbar.

Entwässerung auf Freifläche

Lösungen Geräteaufstellung: Unterhalb der Rückstauebene / Pumpen-Notentwässerung

Die Installation von Sicherungsarmaturen unterhalb der Rückstauebene verlangt nach o. g. Normenwerken unter beson­derer Hervorhebung eine Aufstellung in überflutungssicheren Räumen. Als überflutungssicheren Aufstellungsort versteht man im Allgemeinen die vollständige Entwässerung aller möglich und maximal anfallenden Wässer (z. B. 18 m³/h) über eine kostenaufwendige redundante Hebeanlage¹ abzuleiten. Ein Rückstauverschluss in Grundleitungen ist in diesem Zusammenhang nach den anerkannten Regeln der Technik ausgeschlossen.

Ist bauseitig keine Standard-Notentwässerung oder keine Aufstellung oberhalb der Rückstauebene möglich, kann alternativ auf das Verfahren von WILO IndustrieSysteme „Pumpen-Notentwässerung“ zurückgegriffen werden. Bei dieser Technologie werden in der Druckleitung Flut-Ventile geöffnet, die bei einem kritischen Wasserpegel im Vorlagebehälter der TrinkwasserTrennstation die maximal anfallenden Wassermengen ableiten. Die Abblasöffnung der Flut-Ventile kann in ein ausreichendes Kanalnetz oder als Freileitung nach außen geführt werden.

Sicherheit

Bei Betätigung der Ventile von Hand oder bei tatsächlich kritischem Wasserspiegel im Vorlagebehälter kommt es zum Austritt größerer Wassermengen an der Ventil-Abblasöffnung. Dabei ist sicherzustellen, dass Schäden an Personen und Sachwerten vermieden werden.

Anschluss an das Entwässerungsnetz

Standardfall Entwässerung in Kanalnetz oder Schachtbauwerk

Bei weiten Entfernungen kann die Elektrozuleitung durch ein externes Standard-Elektronetz erfolgen.

Sind durch unterschiedliche Zusatzmodule mehr als zwei Drucklufterzeuger vorhanden, sollte das gesamte System im Aufstellungraum mit nur zwei Drucklufterzeugern ausgestattet werden. Die Verwendung von bauseitiger Druckluftversorgung ist möglich.

Stauraumbedarf / Rohrinhalt

Sonderlösung: Entwässerung auf Freifläche
Werden Notüberläufe auf Freiflächen geführt, wird im Regelfall seitens des Bauherren erwartet, dass ein Wasseraustritt nur im Notfall erfolgt. Gleichfalls ist es praktisch erforderlich, Funktionstests durchzuführen oder das Wasser der wöchentlich vorgeschriebenen Hygienespülung¹ der Geräteanschlussleitung abzuführen. In der Installationstechnik wird dies über einen kleinen künstlichen Stauraum gelöst. Rohrsysteme aus Gussrohr, PE- oder verzinktem Stahlrohr mit Victaulic-System bieten hierzu ideale Voraussetzungen. Die Entleerung des Stauraums kann dann innerhalb des Gebäudes mit einem Nenndurchmesser DN 10 in die häusliche Entwässerung erfolgen.


Die Spülwassermenge ist bei der Dimensionierung des Stauraumbedarfs zu beachten.

Sp = vL × lL × n (Sp = Spülvolumen, vL = spezifisches Volumen – Anschlussleitung, lL = Leitungslänge,
n = 1-facheroder 3-facher Wasseraustausch in der Anschlussleitung)

¹ Die geforderte Spülung nach DIN 1988-600
(1 × pro Woche 3-facher Leitungsinhalt) kann zur Reduzierung der momentanen Spülwassermenge nach VDI / DVGW 6023 (alle 72 h, einfacher Leitungsinhalt) auf mehrere Zyklen pro Woche verteilt werden.
² Stauraum Nutzvolumen siehe Tabelle

Bilder aus der Praxis

Entwässerung auf Freifläche

Auslaufbauwerk auf Gehweg, Gefahr der Eisbildung

Integration in Fassade – Ableitung auf Freifläche

Integration im Dach – Ableitung auf Dach

Alle Angaben sowie Abbildungen unverbindlich, vorbehaltlich Änderungen.

Drucklufterzeuger

Drucklufterzeuger können als ebenerdige Aufstellungsvariante genutzt werden.

Aus wartungstechnischen Gründen empfiehlt
WILO IndustrieSysteme bei Kleinstromkompressoren HP2 die Wandmontage.


Abbildungen können in Farbe und Ausführung abweichen.

Beispiel ebenerdige Aufstellung

Beispiel Wandmontage

Alle Angaben sowie Abbildungen unverbindlich, vorbehaltlich Änderungen.

Pumpensteuerung der DEA

Bedarfsabhängige Zu- und Abschaltung der integrierten Pumpe, Steuerung druckabhängig.

Bei Mehrpumpenanlagen nach dem Prinzip der Kaskadensteuerung, Rotationsschaltung für Grund- und Spitzenlast zur Erzielung gleichmäßiger Betriebsstundenzahlen.

Vorlagebehälter

Speziell entwickelter Vorlagebehälter aus Edelstahl mit Freiem Auslauf nach DIN EN 1717 zur Nachspeisung hoher Volumenströme.

Aus hygienischen Gründen ist der Vorratsbehälter grundsätzlich so klein wie möglich zu wählen. Hingegen wird unter hydraulischen Aspekten die Größe des Vorratsbehälters standardmäßig nach der Formel Q x 0,03 = V in m³ bestimmt.

Bei der Anwendung vorstehender Formel aus der DIN 1988, Teil 500 geht man davon aus, dass ein bestimmtes Größenverhältnis zwischen Behälter und Volumenstrom besteht, um eine entsprechende Beruhigung bzw. Entgasung des Wassers zu realisieren und einen sicheren Ansaugprozess der nachgeschalteten Pumpen sicherzustellen.

Um Vorlagebehälter kleiner zu gestalten, als es die Berechnung angesichts des Volumenstroms vorsieht, können Separatoren integriert werden. Diese garantieren während der Trinkwassereinspeisung die Verminderung des Lufteintrags und reduzieren die Einströmgeschwindigkeit des Wassers.

Beispielhaft wurde durch strömungstechnische Verfahren unter Leitung der akkreditierten Prüfgesellschaft DEKRA praktisch nachgewiesen, dass unter Einsatz von Separatoren ein Vorlagebehälter mit 400 Litern Inhalt für einen Volumenstrom von 96 m³/h ausreichend ist.

Seperator

In den Zwischenbehältern der Trinkwasser-Trennstationenvon WILO IndustrieSysteme sind Separatoren integriert. Der Separator garantiert während der Trinkwassereinspeisung die Verminderung des Lufteintrags und reduziert die Einströmgeschwindigkeit des Wassers.

Das Verfahren gewährt eine sichere Ansaugleistung der Pumpe unabhängig vom Trinkwasserversorgungsdruck und der eingespeisten Menge.

  • Diese Technologie ermöglicht die Verwendung von Kleinst-Zwischenbehältern

Des Weiteren ist zur Aufrechterhaltung der Trinkwasserqualität ein regelmäßiger Wasseraustausch im Vorlagebehälter, in der Geräteleitung und gegebenenfalls bei Bestandslagen in der Hausanschlussleitung zu gewährleisten.

Moderne Trinkwasser-Stationen ermöglichen mit ihren automatischen Programmen alle 72 Stunden einen sicheren Wasseraustausch im beschriebenen Leitungssystem und Vorlagebehälter. Beim Spülvorgang werden hohe Strömungsgeschwindigkeiten erreicht. Zur Spülwasserminimierung wird die tatsächlich benötigte Wassermenge erfasst, abgeleitet und bei Bedarf weiter genutzt.

Alle Angaben sowie Abbildungen unverbindlich, vorbehaltlich Änderungen.